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Verantwortung multinationaler Unternehmen, Regierungen und Sozialpartner für Arbeits- und Sozialstandards gestärkt

13. April 2017

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat die Arbeits- und Sozialstandards für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weltweit gestärkt. Dies geht aus der im März 2017 verabschiedeten Überarbeitung der Grundsatzerklärung über multinationale Unternehmen und Sozialpolitik hervor.

Eine indische Näherin an der Nähmaschine.
Quelle:  iStock

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat ihre Grundsatzerklärung über multinationale Unternehmen und Sozialpolitik, die sogenannte MNE-Declaration (Tripartite declaration of principles concerning multinational enterprises and social policy), überarbeitet. Diese unterstützt Unternehmen, Regierungen und Sozialpartner bei der Verwirklichung menschenwürdiger Arbeit weltweit. Die Erklärung ist unter Mitwirkung diverser Regierungen und Sozialpartner entstanden. Deutschland beteiligte sich aktiv an dem Prozess.

Die ursprüngliche Erklärung aus dem Jahr 1977 wurde an aktuelle Entwicklungen wie etwa die steigende Relevanz globaler Lieferketten angepasst. Die Internationalisierung der Wertschöpfungsprozesse macht die besondere Beachtung der Sorgfaltspflicht und menschenwürdiger Arbeit in der Erklärung notwendig. Des Weiteren bietet sie eine praktische Orientierungshilfe im Umgang mit wichtigen Aspekten menschenwürdiger Arbeit.

Darüber hinaus wurde die MNE-Erklärung durch die Bearbeitung in Einklang mit grundlegenden internationalen Rahmenwerken, wie etwa den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, gebracht. Einen engen Bezug gibt es ferner zu den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, die sich im Kapitel "Beschäftigung und Beziehungen zwischen den Sozialpartnern" auf die MNE-Erklärung berufen.