Navigation und Service

Studiosus Reisen München GmbH

Preisträger in der Kategorie "Unternehmen mit 50-499 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern"

Peter-Mario Kubsch.

Als Reiseveranstalter wollen und müssen wir Verantwortung übernehmen, um die kulturelle Vielfalt und die natürliche Schönheit unserer Erde zu erhalten, für uns und die Generationen nach uns. Das liegt in unserem Interesse, aber auch im Interesse unserer Gäste. Begegnungen mit Einheimischen zu ermöglichen, die Achtung der Menschenrechte zu fördern und die Lebensverhältnisse in den von uns bereisten Ländern zu verbessern, ist ein wichtiger Teil dieser Verantwortung. Nachhaltiges Reisen stellt aus unserer Sicht zudem eine Chance dar, neue Gäste zu gewinnen und bestehende Kunden dauerhaft an Studiosus zu binden.

Peter-Mario Kubsch, Geschäftsführer Studiosus Reisen München GmbH

Rund 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten am Münchner Unternehmenssitz von Studiosus daran, nachhaltige Studien- und Kulturreisen anzubieten. Das Besondere an den Reisen: Teilnehmer erleben authentische Begegnungen mit Land und Leuten. Bei Studienreisen ist das Unternehmen europäischer Marktführer. In Zusammenarbeit mit den rund 570 Reiseleiterinnen und Reiseleitern vor Ort begleitet Studiosus jährlich über 100.000 Gäste in mehr als 100 Länder.

Soziale Verantwortung und Menschenrechte – für Studiosus eine Herzensangelegenheit

Studiosus-Geschäftsführer Peter-Mario Kubsch sei schon immer ein sozial und humanistisch denkender Mensch gewesen, so Dr. Frano Ilic, der bei Studiosus die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortet. Menschenrechtsverletzungen im Kontext der Studiosus-Reisen in allen Zielländern auszuschließen, sei deshalb nicht zufällig eines der großen Unternehmensziele. Anfang der 1990er vollzog Studiosus, bis heute ein Familienunternehmen, an seiner Spitze den Generationswechsel. Inspiriert von Geschäftsführer Peter-Mario Kubsch steht der Reiseveranstalter seitdem für Umweltengagement und sozial verantwortliches Reisen.

Damit sind unter anderem der faire Umgang mit Geschäfts- und Leistungspartnern, das Achten von Arbeitsstandards und das Einhalten der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht im Kontext der Studiosus-Reisen gemeint. So verpflichtet Studiosus seine Leistungspartner in den Reiseländern vertraglich dazu, die Menschenrechte in ihren Betrieben zu achten und einen Verhaltenskodex zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung zu befolgen. Wir schließen hierzu mit unseren Partnern vor Ort, beispielsweise mit Hotels und Busunternehmen, Verträge, die verbindliche Anforderungen an Arbeitsbedingungen der lokalen Kräfte definieren, erklärt Ilic. Dazu gehören die Arbeitszeiten, eine angemessene Bezahlung und der Schutz vor Diskriminierung. Reiseteilnehmer sind angehalten, Verstöße bei Studiosus zu melden. Zudem verschreibt sich Studiosus im Rahmen des sozial verantwortlichen Reisens der weltweiten Korruptionsbekämpfung durch die Unterstützung von Anti-Korruptions-Kampagnen in Palermo und Neapel.

CSR funktioniert nur gemeinsam

Im Rahmen einer Multistakeholder-Initiative hat Studiosus mit NGOs und anderen Akteuren der Tourismusbranche den "Roundtable für Menschenrechte im Tourismus" etabliert. Die internationale Initiative spricht Handlungsempfehlungen für Reiseveranstalter aus, verpflichtet sich zur Einhaltung von Mindeststandards, beispielsweise in den Bereichen Mindestlohn, Kinderarbeit oder Anti-Korruption und bietet Online-Fortbildungsmodule zu Menschenrechtsthemen an. Die Unternehmen bekennen sich zu ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht. Ziel ist die Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, so Ilic. Das funktioniert nur, wenn sich Marktteilnehmer sowie staatliche und nicht-staatliche Institutionen gemeinsam dem Erreichen der Ziele verschreiben.

Umweltengagement und Reisen gehen Hand in Hand

Der zweite Schwerpunkt der CSR-Nachhaltigkeitspraxis von Studiosus liegt im Umwelt- und Klimaschutz und der Bewahrung von Kultur und Natur. Die Umweltbelastungen durch seine Reiseangebote hält das Unternehmen so gering wie möglich. Ein Hebel ist die Minimierung der CO2-Emissionen durch Transportwege, beispielsweise mithilfe von Rail & Fly–Tickets. Auch am Münchner Firmensitz habe das Unternehmen umfangreiche Energiesparmaßnahmen vorgenommen, berichtet Ilic.

Eine besondere Maßnahme: Seit 2012 gleicht Studiosus in den Zielgebieten alle durch Fahrten zu Lande und zu Wasser verursachten CO2-Emissionen durch Investitionen in den Bau von Biogasanlagen in Indien und Tansania aus. Auch die gesamte Katalog- und Werbemittelproduktion, der Postversand sowie alle Dienstreisen der Mitarbeiter erfolgen mittlerweile klimaneutral. Darüber hinaus unterzog sich Studiosus 1998 als erster Reiseveranstalter Europas dem EU-Öko-Audit-Verfahren.

Innovative Wege gehen

Um seine CSR-Ziele zu erreichen, hat Studiosus bereits Anfang der 90er Jahre drei interne Ausschüsse gegründet, in denen jeweils auch die Unternehmensführung vertreten ist: 1.) den Ausschuss für sozialverantwortliches Reisen 2.) den Umweltausschuss und 3.) den Innerbetrieblichen Umweltausschuss. In den Ausschüssen werden auf Basis der strategischen Ziele operative Maßnahmen definiert sowie die laufende Projektarbeit im Bereich CSR kontinuierlich evaluiert, erklärt Ilic. Im gesamten Unternehmen ziehen wir alle an einem Strang, um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.