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Bischof und Klein SE & Co. KG

Preisträger in der Kategorie "Unternehmen mit 500 - 4.999 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern"

Manfred Albrecht.

Bischof + Klein ist ein 125 Jahre altes Familienunternehmen, das in Generationen denkt. Eine nachhaltige Unternehmensführung ist für uns die richtige Strategie, um auch in Zukunft Erfolg zu haben, unseren Mitarbeitern und ihren Familien Sicherheit zu geben und den Umweltschutz voranzutreiben.

Manfred Albrecht, Vorstand und Leitung Nachhaltigkeits- & Umweltmanagement Bischof + Klein SE & Co. KG

Nachhaltiges Denken und Handeln seit 125 Jahren

Bischof + Klein beschäftigt 2.600 Mitarbeiter und ist dennoch ein Familienunternehmen geblieben. Lengerich in Westfalen ist bis heute der Hauptstandort des Unternehmens. Rund 1.300 Beschäftigte produzieren hier flexible Verpackungen und technische Folien aus Kunststoff und Kunststoffverbunden – weitere 700 Mitarbeiter sind im Werk Konzell in Bayern beschäftigt. Die "Erhaltung der deutschen Standorte" ist B+K wichtig. Kontinuierlich arbeite B+K an allen Standorten, auch in Polen, Großbritannien und Frankreich, mit hoher Innovationskraft an neuartigen, umweltverträglichen Produkten, berichtet Manfred Albrecht, Vorstand und Nachhaltigkeitsverantwortlicher des Unternehmens.

Ein Störfall als Impuls

Schon in den 1980er Jahren ist das Thema Ökologie bei den Westfalen in den Fokus geraten. Der Auslöser war technischer Natur: 1985 kam es im Werk Tecklenburg, das heute nicht mehr existiert, zu einem Störfall, durch den Schadstoffe ins Grundwasser gelangten. Klaus Günther, Urenkel von Firmengründer Alwin Klein, wollte daraufhin ein Umdenken bewirken und die Weichen für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung stellen, erzählt Albrecht.

Es folgten weitreichende Umweltschutzaktivitäten. B+K verpflichtete sich zu einer offen kommunizierten eigenen Umweltpolitik, schuf eine neue Umweltabteilung und veröffentlichte bereits 1987 seinen ersten Umweltbericht. B+K sei eines der ersten Unternehmen gewesen, das die Verwendung von bleifreiem Benzin vorangetrieben und im Betrieb ein differenziertes Sammelsystem für Produktionsabfälle eingerichtet hat, weiß Albrecht.

Neue Rahmenbedingungen, neue Ziele, neue Perspektiven

Dass Ökonomie und Ökologie sich ergänzen und nicht widersprechen müssen, haben wir bei unseren Aktivitäten bereits frühzeitig erkannt, erklärt Albrecht. Letztendlich wird der unternehmerische Erfolg von den Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit profitieren.

B+K arbeitet daran, die Recyclingfähigkeit seiner Kunststoffverpackungen zu optimieren, um die werkstoffliche Verwertung weiter voranzutreiben. Auch das 2019 kommende Verpackungsgesetz übt dabei auf die gesamte Branche Druck aus – die Produktverantwortung steigt, so Albrecht. Der Werkstoff Kunststoff muss den Produktkreislauf mehrfach durchlaufen oder zumindest energetisch genutzt werden. Hierzu ist es neben der sorgfältigen Auswahl der richtigen Verpackungsmaterialien notwendig, dass global funktionierende Kreislaufsysteme implementiert werden und diese von den Konsumenten (uns allen) konsequent genutzt werden. So wird die Ressource Kunststoff optimal eingesetzt. Indirekt werde so auch das globale Problem "Marine Litter" (Kunststoff in Weltmeeren) eingedämmt. Denn wenn sich in den Köpfen etabliert habe, dass Verpackungen auch nach Gebrauch wertvoll, weil recycelbar sind, werde das "Littering" enden. Die Kunststoffverpackung an sich ist nicht das Problem, sondern Teil der Lösung.

CSR und Nachhaltigkeit in Deutschland immer präsenter

Die Verpackungsbranche sei aufgrund des verhältnismäßig hohen Anteils von Verpackungen am Abfallaufkommen besonders in der Verantwortung, so Albrecht. B+K geht über gesetzliche Auflagen hinaus, produziert ressourcenschonende Verpackungen und setzt auf Innovationen, die im Kreislauf funktionieren – für eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Unverzichtbar ist die Kunststoffverpackung nach Ansicht von Albrecht beim Kampf gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Nur gut geschützt, das heißt optimal verpackt, könnten sie den Verbraucher in gutem Zustand erreichen.

Ein weiterer positiver Trend sei die immer besser werdende Zusammenarbeit verschiedener Akteure. B+K ist in der Verbandsarbeit aktiv und befindet sich im ständigen Austausch auf regionaler, nationaler sowie internationaler Ebene. Zusammenschlüsse wie z.B. die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen und Flexible Packaging Europe seien wertvolle Plattformen, so Albrecht. Auch für andere Branchen sei dies eine gute Möglichkeit, gemeinsam mehr zu erreichen.

Das zukünftige B+K Engagement im Bereich Nachhaltigkeit wird auch von den großen Trends Digitalisierung und Fachkräftemangel geprägt sein. Wir wollen Mitarbeiter für unser Unternehmen begeistern – dabei sind unsere intensiven CSR-Aktivitäten sicherlich hilfreich, erklärt Albrecht.

B+K operiert weltweit und vermittelt die immer höheren CSR-Anforderungen auch seinen Lieferanten. B+K setzt auf kontinuierliche, intensive Kommunikation. Manfred Albrecht weiß: Hier braucht man einen langen Atem.