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Rapunzel Naturkost GmbH

Preisträger in der Kategorie "Unternehmen mit 250 bis 999 Beschäftigten"

Joseph Wilhelm

Die Auszeichnung der Firma Rapunzel Naturkost mit dem CSR-Preis der Bundesregierung bedeutet für die Mitarbeitenden und die Gründer und Geschäftsführer der Firma allerhöchste Wertschätzung.

Wir bedanken und freuen uns darüber, dass unsere nachhaltige Unternehmensführung, basierend auf den vier Säulen der Nachhaltigkeit – den sozialen Werten, der Ökologie, der Ökonomie sowie der Kultur – auf nationaler Ebene wahrgenommen und von der Jury mit dem CSR-Preis der Bundesregierung 2017 belohnt wird.

Joseph Wilhelm, Gründer und Geschäftsführer, Rapunzel Naturkost GmbH

Lange bevor Bioprodukte im Supermarkt Einzug hielten, gründeten Joseph Wilhelm und Jennifer Vermeulen Rapunzel: als Selbstversorgergemeinschaft auf einem Bauernhof, mit Anbau von Biogemüse, Holzofenbäckerei und einem kleinem Naturkostladen. Seit diesen Anfängen im Jahr 1974 hat sich Rapunzel zu einem der führenden Bio-Hersteller in Europa entwickelt. Heute arbeiten bei Rapunzel in Legau im Allgäu rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Herstellung und Vertrieb von 100 Prozent kontrolliert biologischen Lebensmitteln. Unser gesamtes Geschäftsmodell ist aus einem nachhaltigen Ansatz heraus entstanden, insofern ist Nachhaltigkeit die Basis unserer Firmenphilosophie und wird von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelebt, sagt Unternehmensgründer Joseph Wilhelm.

Bio-Landwirtschaft und fairen Handel zu vereinen – das war und ist der Kerngedanke von Rapunzel Naturkost. Aus der Aufbauarbeit der ersten Jahre sind eigene Anbauprojekte in verschiedenen Ländern entstanden, das größte in der Türkei. In etwa zehn Provinzen bauen rund 600 Bauern verschiedene Produkte für Rapunzel an, von Haselnüssen bis zu Aprikosen. Anfang der 90er Jahre hat sich Rapunzel zudem entschlossen, ein eigenes Fairhandels-Programm mit dem Namen "HAND in HAND" ins Leben zu rufen, da es in der Bio-Verordnung keine Vorschriften im Bereich "soziale Verantwortung" gibt. Ziel des Programms sind langfristige Produzentenbeziehungen, direkter Rohstoffbezug, fair bezahlte Preise und menschenwürdige und gesunde Arbeitsbedingungen – vom Feld bis in den Handel. Für uns ist es entscheidend, dass wir den Ursprung unserer Rohstoffe kennen und Transparenz über die Lieferkette herstellen können, stellt Joseph Wilhelm fest, der bis heute selbst oft in den Anbaugebieten unterwegs ist und den persönlichen Kontakt mit den Produzenten pflegt.