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Handel mit Mineralien aus Konfliktgebieten eindämmen

Konfliktmineralien

Wie kann man dabei helfen, wichtige Mineralien wie Zinn, Tantal, Wolfram und Gold auf verantwortungsvolle Weise zu beschaffen und zu verhindern, dass sich bewaffnete Gruppen in Konfliktgebieten durch den Abbau dieser Mineralien finanzieren?

Am 15. Juni 2016 haben sich das Europäische Parlament, der Rat der Europäischen Union und die EU-Kommission bei den Trilogverhandlungen auf Eckpunkte beim Entwurf der EU-Verordnung zu sogenannten Konfliktmineralien, mit der Sorgfaltspflichten in der Lieferkette für bestimmte Minerale und Erze (Zinn, Tantal, Wolfram und Gold) aus Konflikt- und Hochrisikogebieten eingeführt werden, geeinigt. Ein Durchbruch konnte insbesondere in der Kernfrage der Verbindlichkeit von Sorgfaltspflichten erzielt werden: Sie sollen nunmehr verbindlich nur für den Upstream-Bereich (Mine bis zur Hütte/Schmelze und damit Einbeziehung des Nadelöhrs der Rohstofflieferkette) sowie für die Einführer von Hüttenprodukten gelten. Die weitere Ausgestaltung bleibt abzuwarten.

In­itia­ti­ve Kon­flikt­mi­ne­ra­li­en

Bewaffnete Gruppen in Konflikt- und Risikogebieten finanzieren sich zunehmend über den Abbau und Handel mit wichtigen Mineralien wie Zinn, Tantal, Wolfram und Gold. Im Juni 2016 haben sich EU-Parlament, Kommission und Rat auf die Eckpunkte einer Verordnung zu Konfliktmineralien geeinigt, die zu einer verantwortungsvollen Rohstoffversorgung europäischer EU-Einführer von seltenen Mineralien beitragen soll.