Navigation und Service

Das Bündnis für nachhaltige Textilien für Nachhaltigkeit in der Bekleidungsindustrie

Das Bündnis für nachhaltige Textilien für Nachhaltigkeit in der Bekleidungsindustrie

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Textilwirtschaft, der Gewerkschaften, der Zivilgesellschaft sowie internationalen Nachhaltigkeitsinitiativen und Standardorganisationen hat Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller im Oktober 2014 das Textilbündnis auf den Weg gebracht und einen ambitionierten Aktionsplan entwickelt. Ziel ist es, konkrete Verbesserungen der sozialen und ökologischen Standards entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette zu erreichen. Mit dem Bündnis sollen unter anderem international anerkannte Leitlinien und Standards wie die UN-Leitlinien für Wirtschaft und Menschenrechte, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen oder die ILO-Kernarbeitsnormen flächendeckend in der Bekleidungs- und Textilindustrie umgesetzt werden. Mit mittlerweile mehr als 180 Mitgliedern ist die zentrale Voraussetzung geschaffen worden, um das Textilbündnis international zu positionieren und die konkrete Planung sowie Umsetzung von gemeinsamen Maßnahmen voranzutreiben.

Situation in Produktionsländern verbessern

Mit der Beitrittserklärung zum Textilbündnis haben sich die Mitglieder auf die Verfolgung der im Aktionsplan formulierten Ziele verpflichtet. Jedes Bündnismitglied leistet hierzu seinen Beitrag, sei es in der Zusammenarbeit der Textilwirtschaft mit ihren Zulieferunternehmen, dem entwicklungspolitischen Dialog auf Regierungsebene, in der internationalen Gewerkschaftsarbeit oder bei den internationalen Aktivitäten von Nichtregierungsorganisationen. Die konkreten Umsetzungsschritte der definierten Bündnis-Standards für die einzelnen Stufen der Lieferkette und der damit verbundene Zeitrahmen werden zurzeit erarbeitet. Es geht hierbei auch darum, gemeinsam geeignete Maßnahmen zu entwickeln, um die Lage in den Produktionsländern zu verbessern.

Fortschritt transparent machen

Die Bündnismitglieder haben sich auf die Entwicklung eines glaubwürdigen Kontrollsystems (Review-Prozess) geeinigt. Ein regelmäßiger Kontrollprozess durch einen unabhängigen Dritten soll den Fortschritt der einzelnen Bündnismitglieder überprüfen. Die Ergebnisse werden anschließend in einem Fortschrittberichts dokumentiert. Ferner sieht das Kontrollsystem Sanktionen vor, wenn Mitglieder die Ziele des Textilbündnisses nicht verfolgen. Der Steuerungskreis hat dabei die wichtige Aufgabe, die konkreten Ziel- und Umsetzungsvereinbarungen zu begleiten und Transparenz über die Arbeit des Textilbündnisses gegenüber den Mitgliedern sowie der Öffentlichkeit sicherzustellen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ist aktiv an diesem Prozess beteiligt.

Tex­til­bünd­nis

Das Textilbündnis wurde 2014 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Textilwirtschaft, der Gewerkschaften, der Zivilgesellschaft sowie internationalen Nachhaltigkeits­initiativen und Standard­organisationen auf den Weg gebracht. Ziel ist es, konkrete Verbesserungen der sozialen und ökologischen Standards entlang der gesamten textilen Wertschöpfungs­kette zu erreichen.