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Maschinen- und Anlagenbau

Zwei Zahnräder.

Rund eine Million Beschäftigte in Deutschland arbeiten im Maschinen- und Anlagenbau. Die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen ist eng, die Facharbeiterinnen und -arbeiter sind hervorragend ausgebildet. Die Unternehmen haben längst damit begonnen, sich auf die steigenden Anforderungen und die wachsende Nachfrage nach gesellschaftlich verträglichen Lösungen im Sinne von CSR einzustellen.

Beitrag zur Rohstoff- und Energieeffizienz – auch in anderen Branchen

Die globalen Ressourcen sind begrenzt, die Folgen des Klimawandels bedrohen in vielen Regionen der Welt die Lebensgrundlagen der Menschen. Maschinen- und Anlagenbauer tragen hier wesentlich zu den CSR-Bemühungen anderer Wirtschaftszweige bei, indem sie beispielsweise die Rohstoff- und Energieeffizienz von Maschinen und Anlagen weiter steigern und deren Lebensdauer erhöhen. Maschinen und Anlagen sollten einen möglichst geringen Energiebedarf aufweisen, Rohstoffe besonders effizient verarbeiten und wenig ungewünschte Nebenprodukte erzeugen. Technische Lösungen wie etwa das „Modulare Design“, die es ermöglichen, defekte Teile mit geringem Aufwand auszutauschen oder einzelne Maschinenkomponenten einem anderen Nutzen zuzuführen, tragen zudem dazu bei, die Produktlebenszyklen zu erhöhen und Ressourcen zu schonen.

Rohstoffförderung und Lieferketten verantwortlich managen

Der Maschinen- und Anlagenbau verarbeitet viele Rohstoffe, vor allem Metalle. Diese stammen zu großen Teilen aus Ländern, in denen bestehende internationale arbeits-, sozial- und umweltrechtliche Abkommen und Grundsätze teilweise nur unzureichend eingehalten werden. Auch viele Teilkomponenten des Maschinen- und Anlagenbaus – etwa elektronische Schaltungen – werden in wenig entwickelten Ländern mit insgesamt mangelnden Sozial- und Umweltstandards gefertigt. Die Unternehmen erkennen zunehmend die Möglichkeit, durch verbindliche Auflagen und Audits Einfluss auf ihre Zulieferer zu nehmen (siehe auch: Beschaffung und Lieferkette). Auch politisch gewinnt auf nationaler sowie internationaler Ebene das Thema nachhaltige Produktions- und Lieferketten zunehmend an Bedeutung (G7, G20 und Vision Zero Fund).

Wenn die Durchsetzung oder Überprüfung von Standards bei den Primärproduzenten nicht möglich erscheint, ermöglicht es das große Angebot an Sekundärrohstoffen (die meisten Metalle können heute vollständig recycelt werden) insbesondere kleineren Abnehmern, in der Rohstoffbeschaffung weitestgehend auf importierte Rohstoffe zu verzichten.

Know-How und Technik für Entwicklungszusammenarbeit

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer können zudem durch Kooperationen mit staatlichen Partnern und/oder Nichtregierungsorganisationen in den weniger und am wenigsten entwickelten Ländern zur Erreichung der 2015 von den Vereinten Nationen formulierten Sustainable Development Goals beitragen. So treiben sie dort beispielsweise den Aufbau von Energie-, Trink- und Abwasser- oder Sanitärinfrastruktur mit ihren technischen Lösungen und ihrem Know-how voran.