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Umweltschutz ist Zukunftssicherung

Umweltschutz ist Zukunftssicherung

Auf viele Unternehmen wirken sich die Folgen von Klimawandel und Umweltzerstörung unmittelbar aus: Natürliche Ressourcen werden knapper, fossile Energieträger auf lange Sicht teurer und nicht zuletzt Kunden in ihrem Konsumverhalten kritischer. Hinzu kommen regulatorische Vorschriften, die es einzuhalten gilt. Nachhaltig handelnde Unternehmen, die Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen umsetzen, übernehmen demnach nicht nur gesellschaftliche Verantwortung für den Erhalt einer intakten Umwelt. Sie investieren auch in ihre eigene Zukunftsfähigkeit.

Ressourcensparendes Verhalten hilft, Ressourcen zu erhalten und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Gleichzeitig führt die Reduktion des Energie- und Rohstoffverbrauchs in Produktion sowie Verwaltung zu Kosteneinsparungen, energieeffiziente Technologien können die Produktivität erhöhen. Zudem bieten Produkte, die während ihres gesamten Lebenszyklus möglichst wenig negative Auswirkungen auf die Umwelt haben, Verkaufsvorteile – und erfüllen die steigenden Anforderungen an eine umweltgerechte Wertschöpfungskette. Nicht zuletzt eröffnen Innovationen, die auf Grund von Umweltschutzaspekten und Regularien entstehen, neue Märkte.

Für die Koordination von Klima- und Umweltschutzmaßnahmen haben viele Unternehmen inzwischen Umweltmanagementsysteme eingeführt. Sie dienen dazu, die Schwachstellen in Unternehmen systematisch aufzudecken und zu beseitigen. Dafür beinhalten sie Regelungen zu Planung, Ausführung und Kontrolle, legen Verantwortlichkeiten, Verhaltens- und Verfahrensweisen fest. Es gibt verschiedene Systeme, nach denen sich Unternehmen zertifizieren lassen können, die bekanntesten sind die von der EU entwickelte EMAS-Verordnung und die Umweltmanagementnorm ISO 14001.

Wussten Sie schon, dass ...

  • Deutschland seine Energiekosten insgesamt um 128 Milliarden Euro bis 2020 senken könnte?
  • mit Energieeffizienzmaßnahmen vor allem in Querschnittstechnologien Kosten- und Energieeinsparungen von über 20 Prozent erzielt werden können?
  • in der Evaluation des ESF-Förderprogramms "Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand" 37 Prozent der befragten Unternehmen angaben, die Leistungsfähigkeit ihres Unternehmens habe sich durch die Steigerung der Energieeffizienz verbessert? 13 Prozent sprachen sogar von einer "starken Verbesserung".
  • sich laut derselben Evaluation für 42 Prozent der beteiligten Unternehmen (nach Eigenaussage) die Leistungsfähigkeit durch die Sensibilisierung der Mitarbeiter für den Umweltschutz verbessert hat? Für weitere 13 Prozent hat sie sich "stark verbessert".
  • die Branche, die sich auf Energieeffizienz spezialisiert hat, zweistellige Wachstumsraten verzeichnet?

Das können Sie konkret tun:


Maßnahmen, die keine Investitionen erfordern:

  • Ersetzen Sie da, wo es möglich ist, Dienstreisen durch Videokonferenzen, Telefonate oder Emails.
  • Sensibilisieren Sie durch Schulungen Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Umweltschutz in Büro und Produktion, beispielsweise zu folgenden Fragen: Wie lüfte und heize ich richtig? Wie spare ich Papier ein? Wie reduziere ich Abfall?
  • Schließen Sie sich gemeinsamen Initiativen in der Wirtschaft an, die eine höhere Schlagkraft haben. Zum Beispiel die Initiative "Wirtschaft pro Klima" oder regionale Energie-Effizienz-Netzwerke. Nähere Informationen dazu unter: www.effizienznetzwerke.org

Maßnahmen, die geringe Investitionen erfordern:

  • Führen Sie ein Umweltmanagementsystem ein.
  • Nutzen Sie abschaltbare Steckerleisten, Geräte mit Energiesparmodi, ökozertifizierte Computer oder Laptops und Bewegungsmelder. Nutzen Sie die geförderten Energieberatungen für Mittelstandsunternehmen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
  • Installieren Sie programmierbare Thermostate.
  • Stellen Sie die Stromversorgung auf Ökostrom um.
  • Kompensieren Sie Ihren CO₂-Ausstoß durch den Erwerb von CO₂-Zertifikaten, mithilfe derer CO₂-Ausgleichsprojekte finanziert werden.

Investive Maßnahmen:

  • Nutzen Sie gezielt Beratungs- und Förderprogramme, die Sie bei der Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen unterstützen. Zum Beispiel:
    - Die KfW unterstützt "grüne" Investitionen mit speziellen Förderprogrammen.
    - Das Bundesumweltministerium fördert Maßnahmen an Kälte- und Klimaanlagen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.
  • Prüfen Sie in der Produktion, wo Sie den Energieverbrauch senken und gleichzeitig durch moderne, ressourcensparende Techniken die Produktivität steigern können.