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Bestehende Angebote

Angestellte in einer Fabrikhalle am Computer.
Quelle:  picture alliance / Westend61

Die Bundesregierung möchte insbesondere kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützen, die umfassenden Anforderungen und Erwartungen an die unternehmerische Sorgfaltspflicht im Bereich der Menschenrechte umzusetzen. Hierzu gibt es bereits eine Reihe von Maßnahmen und Angeboten. Dazu gehören unter anderem:

  • Das Nationale CSR-Forum, das 2009 durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ins Leben gerufen wurde. Es setzt sich aus 41 hochrangigen Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen, der Wissenschaft und Vertretern der beteiligten Bundesministerien zusammen. Zu den Aufgaben des Nationalen CSR-Forums gehören die Beratung der Bundesregierung bei der Weiterentwicklung der nationalen CSR-Strategie sowie bei der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte. Damit wird unter anderem auch sichergestellt, dass der Unterstützungsbedarf, den Unternehmen zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Sorgfaltspflicht haben, kontinuierlich an die Bundesregierung kommuniziert wird und das Angebot - wenn möglich - entsprechend angepasst werden kann.
  • Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stellt Informationen und Handlungsanleitungen für Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen insbesondere über die Finanzierung des Deutschen Global Compact Netzwerks (DGCN) zur Verfügung. Bereits seit 2004 fördert das Ministerium in enger Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt das DGCN. Das Netzwerk wird aus dem Zusammenschluss der deutschen Unterzeichner des UN Global Compact gebildet, zu dessen Kernprinzipien die Achtung fundamentaler Menschenrechte und Arbeitsnormen gehört. Als wirtschaftsgetriebenes Multi-Stakeholder-Forum bietet das DGCN bereits seit 2008 Trainings zur Umsetzung menschenrechtlicher Verantwortung von Unternehmen auf der Managementebene an.
  • Die Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE), finanziert vom BMZ und personell getragen von GIZ und DEG, wurde 2016 aufgebaut. Sie berät Unternehmen im Hinblick auf entwicklungspolitische Unterstützungsangebote und Informationsangebote bei Aktivitäten in Entwicklungs- und Schwellenländern. Mit dem NAP Helpdesk bietet die AWE Unternehmen eine individuelle Beratung zu den Anforderungen des NAP für die Geschäftstätigkeit in Entwicklungs- und Schwellenländern an.
  • Bereits seit 2012 fördert die Bundesregierung die Informationsplattform "Business and Human Rights Ressource Center". Hier konnte 2014 erfolgreich eine deutsche Sprachfassung zur Verfügung gestellt werden. Die Website gibt Informationen zu menschenrechtlichen Herausforderungen nach Regionen, Themen, Risikogruppen, aber auch Unternehmen.
  • Die Industrie- und Handelskammern sind bereits sehr aktiv in der Vermittlung von Handlungsanleitungen an Unternehmen. Auslandshandelskammern (AHKs) können Unternehmen über die rechtliche und tatsächliche Lage im Ausland informieren. Die AHKs betreiben in einigen Ländern, in Kooperation mit der deutschen EZ, sog. "CSR-Kompetenzzentren", die über CSR-Maßnahmen beraten.
  • Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit fördert seit 2016 den Export nachhaltiger Infrastrukturen und trägt mit der Verbreitung von innovativen Technologien und entsprechendem Wissensaufbau im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes zu Umweltentlastungen bei, die letztlich insgesamt zu einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung auch unter Berücksichtigung von Menschenrechten beitragen.

Die Bundesregierung wird ihre Unterstützungsangebote künftig weiter ausbauen.