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Wirtschaft

Wettbewerb für Ökolandbau gestartetBMELV fördert Biobauern

07.05.2012

Motiv: Korb mit Gemüse aus ökologischem Anbau. Bildquelle: © Colourbox

Wer kennt heute noch den Blauen Schweden oder den Ackersegen? Alte Kartoffelsorten wie diese sind vom Aussterben bedroht. Meist sind es Biobauern, die mit viel Engagement die biologische Vielfalt erhalten und seltene Kartoffeln züchten. Doch im Ökolandbau wird nicht nur Bestandsschutz geleistet, hier werden auch innovative, nachhaltige Konzepte entwickelt. Wie z.B. die Idee des „Blühstreifens“, den ein Biobetrieb neben seinen Obstwiesen angelegt hat. Hintergrund hierbei: Blütepflanzen sind die Heimat nützlicher Insekten, die von hier aus in die Obstanlagen fliegen. Dort tragen sie zu einem natürlichen Gleichgewicht bei und fördern die Gesundheit der Obstbäume.

Förderpreis würdigt gute Ideen und lädt zur Nachahmung ein

Damit ideenreiche, nachhaltige Konzepte gewürdigt werden und Nachahmer finden, ist nun zum 13. Mal der Förderpreis Ökologischer Landbau ausgeschrieben. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) fördert mit insgesamt 22.500 Euro drei Unternehmen, die mit ihrer umweltverträglichen, ressourcenschonenden, tiergerechten Wirtschaftsweise hervorstechen.

Bis zum 30. Juni können sich zertifizierte Biobetriebe, wie z.B. Obst- und Gemüsefirmen, aber auch Spezialbetriebe wie Winzer, bewerben.

Eingereicht werden sollte keine Projektidee, sondern ein Konzept, das bereits entwickelt und umgesetzt wurde. Dies kann sowohl eine gesamtbetriebliche Konzeption sein als auch ein Projekt in einem einzelnen Bereich, wie z.B. in der Pflanzenzüchtung, artgerechten Tierhaltung oder Vermarktung. Die Bewerbungsunterlagen finden Sie auf der Internetseite des Förderpreises.

Eine Experten-Jury, die unter dem Vorsitz von Dr. Helmut Röscheisen, Generalsekretär des Deutscher Naturschutzrings (DNR), steht, wird die Gewinner ermitteln.

Der Preis - ein Element des Bundesprogramms Ökologischer Landbau
Der Preis ist Teil des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN). Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, die Rahmenbedingungen für die ökologische, nachhaltige Land- und Lebensmittelwirtschaft in Deutschland zu verbessern und die Voraussetzungen für ein gleichgewichtiges Wachstum von Angebot und Nachfrage zu erzielen. Das Programm wird vom BMELV finanziert und in der Geschäftsstelle BÖLN in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn koordiniert und umgesetzt.

Links

www.foerderpreisoekologischerlandbau.de

Links

www.bundesprogramm.de