Navigation und Service

Springe direkt zu:

Wirtschaft

Treffen zwischen BMFSFJ und WirtschaftFrauen in Führung

06.07.2012

Eine Frau am Computer. Bildquelle: © Colourbox

Margret Suckale von BASF, Regine Stachelhaus von E.ON oder Brigitte Ederer von Siemens - man hat sie schon einmal gehört, die Namen der Topmanagerinnen in deutschen Großunternehmen. Kein Wunder: Viele davon gibt es noch nicht, zitiert werden immer dieselben.

In Berlin sind nun Großunternehmen zusammenkommen, um Bundesfamilienministerin Kristina Schröder zu berichten, wie weit es in ihren Unternehmen mit der Förderung von Topmanagerinnen ist. Der Hintergrund: Die DAX-Unternehmen hatten sich im letzten Jahr freiwillig dazu verpflichtet, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen. In Berlin waren nun Ergebnisse gefragt.

Kristina Schröder würdigte den Statusbericht als wichtiges Signal für mehr Transparenz und nannte die Zahlen einen „sehr guten Ausgangspunkt“ für die weitere Frauenförderung. Sie erwarte jedoch eine Steigerung von Frauen in Aufsichtsräten: Bis 2018 solle der Anteil auf 30 Prozent erhöht werden.

Der Bericht nimmt den Anteil von Frauen in der Gesamtbelegschaft wie auch den Anteil von Frauen in Führungspositionen der einzelnen Unternehmen im Jahr 2011 auf. Die Tendenz in allen Bereichen ist leicht steigend. Kristina Schröder sah aber noch Nachholbedarf bei der Aussagekraft des Berichts: Unklar sei, welches Unternehmen Klassenbester sei und gut in der Zeit liege, um die Ziele erreichen zu können und wer seinen eigenen Verpflichtungen hinterherhinke. Die Bundesfamilienministerin trat auf dem Spitzentreffen mit der Wirtschaft für die Flexi-Quote ein.

Das Prinzip der Flexi-Quote sieht eine gesetzliche Verpflichtung für Unternehmen vor,  eine selbst bestimmte Frauenquote für Führungspositionen festzulegen und diese zu veröffentlichen. Über öffentliche Rankings und die mediale Berichterstattung soll der Wettbewerb zwischen Unternehmen angeregt werden.

Um die Transparenz bei der Umsetzung der Flexi-Quote zu fördern kündigte Kristina Schröder die Entwicklung eines Frauen-Karriere-Index an. Dieser soll den derzeitigen Stand, die Fortschritte, die Maßnahmen und deren Glaubwürdigkeit messen und Unternehmen vergleichbarer machen.

Download

Statusbericht der 30 DAX-Unternehmen zu Frauen in Führungspositionen