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BMZ und BMELV fördern nachhaltigen AnbauGründung des Forums Nachhaltiger Kakao

11.04.2012

Motiv: Eine Hand greift in Kakaobohnen auf einem Teller. Bildquelle: © Colourbox

Auch nach Ostern zehren noch viele von den Schokoladenvorräten, die der Osterhase ins Nest gelegt hat. Dass der wichtigste Inhaltsstoff für Krokanteier und Vollmilchhasen, der Kakao, schon eine wechselvolle Geschichte hinter sich hat, bevor er hier verarbeitet wird, macht sich kaum einer klar: Kakao stammt zum größten Teil aus Westafrika, z. B. von der Elfenbeinküste oder aus Ghana. Aus Gegenden, in denen große Armut vorherrscht, viele Kleinbauern keine Ausbildung haben und zur Ernte die ganze Familie herangezogen wird – auch die Kinder.

Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessern

Deutschland als zweitgrößtem Verarbeiter von Kakao weltweit kommt daher eine besondere Verantwortung zu. Mit dem „ Forum Nachhaltiger Kakao“ setzt sich die Bundesregierung dafür ein, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der über 4 Millionen Kleinbauern in den Erzeugerländern zu verbessern. Die Gründung des Forums gaben das Bundesentwicklungs- und das Bundeslandwirtschaftsministerium Ende März in Berlin bekannt.

Gemeinsam mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft sollen die Anbauländer beim Ausbau einer nachhaltigen Kakaoproduktion unterstützt werden.

Die Verwaltung des Forums wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) übernommen. Unterstützt wird die Bundesregierung vom Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) sowie dem Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVL).

Den Anteil nachhaltig erzeugten Kakaos erhöhen

Verbraucher achten beim Einkauf zunehmend auf nachhaltig erzeugte Produkte. Dabei liegt der Augenmerk nicht nur auf Qualität, sondern vor allem auf sozialen und ökologischen Standards. „Eine nachhaltige Erzeugung ist ein Qualitätsmerkmal auch für die Kakaowirtschaft, das beim Kunden ankommt“, sagte Bundesagrarministerin Ilse Aigner.

Um Kakao produktiv und nachhaltig anzubauen, hat sich das Forum zum Ziel gesetzt, alle Beteiligten des Produktionsprozesses – vom Anbau im Erzeugerland bis zum fertigen Produkt im Regal – in die Zusammenarbeit einzubinden. Die Basis der Arbeit wird dabei darin bestehen, ein gemeinsames Verständnis von Nachhaltigkeit sowie Schulungsmaßnahmen für nachhaltigen Anbau in den Erzeugerländern zu erarbeiten. Dazu wird das Forum auch bereits bestehende Ansätze zur Verbesserung der Nachhaltigkeit im Kakaobereich evaluieren. Besonders effektive Maßnahmen sollen dann im Sinne einer „besten Praxis“ dokumentiert und weiterverbreitet werden.

Die Gründungsveranstaltung des „Forums Nachhaltiger Kakao“ ist für Juni 2012 geplant.