Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Entwurf eines nationalen Ressourceneffizienzprogramms
Ziel des nationalen Ressourceneffizienzprogramms ist es, die deutsche Wirtschaft vom Verbrauch neuer Rohstoffe unabhängiger zu machen und die mit der Rohstoffnutzung verbundenen Umweltbelastungen zu senken. Ein effizienter und schonender Einsatz natürlicher Ressourcen
ist eine der größten wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit und auch eine Frage der Verantwortung gegenüber künftigen Generationen. Ressourceneffizienz gilt daher als Schlüsselkompetenz zukunftsfähiger Gesellschaften und als entscheidender Wettbewerbsvorteil.
Die Bundesregierung hatte in ihrer Rohstoffstrategie vom 20. Oktober 2010 die Erarbeitung eines nationalen Ressourceneffizienzprogramms beschlossen. Der Entwurf des Bundesumweltministeriums wird nun innerhalb der Bundesregierung abgestimmt.
Geprägt ist das deutsche Ressourceneffizienzprogramm von insgesamt vier Leitideen:
- Ökologische Notwendigkeiten mit ökonomischen Chancen, Innovationsorientierung und sozialer Verantwortung verbinden;
- Globale Verantwortung als zentrale Orientierung unserer nationalen Ressourcenpolitik sehen;
- Wirtschafts- und Produktionsweisen in Deutschland schrittweise vom Verbrauch neu abgebauter nicht erneuerbarer Rohstoffe unabhängig machen;
- Nachhaltige Ressourcennutzung durch gesellschaftliche Orientierung auf qualitatives Wachstum langfristig sichern.
Im zweiten Teil des Programms werden konkrete Maßnahmen anhand einer Analyse der gesamten Wertschöpfungskette entwickelt.
Dabei werden fünf Handlungsfeldern betrachtet:
- nachhaltige Rohstoffversorgung sichern,
- Ressourceneffizienz in der Produktion steigern,
- Konsum auch auf Ressourceneffizienz orientieren,
- ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft ausbauen sowie
- übergreifende Instrumente nutzen.
Das Programm setzt insbesondere auf Marktanreize, auf Information, Beratung, Bildung und Forschung sowie auf die Stärkung freiwilliger Maßnahmen und Initiativen in Wirtschaft und Gesellschaft. Beispiele sind Effizienzberatung für kleine und mittlere Unternehmen, Unterstützung von Umweltmanagementsystemen, das Einbeziehen von Ressourceneffizienz in die technische Normung und in die öffentliche Beschaffung, die Stärkung freiwilliger Produktkennzeichen und Zertifizierungssysteme und der Ausbau der Kreislaufwirtschaft.
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