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Rat für Nachhaltige Entwicklung

Nachhaltigkeit hat viele Gesichter. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Ihm gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkretenMotiv: Bundeskanzlerin Angela Merkel während einer Rede auf der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung im Berliner Tempodrom. Bildquelle: © Rat für Nachhaltige Entwicklung Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel setzt die nationale Nachhaltigkeitsstrategie fort und hat für 2012 eine Neuauflage angekündigt. Nachhaltigkeitspolitik soll eine wichtige Grundlage schaffen, um die Umwelt zu erhalten und die Lebensqualität, den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft und die wirtschaftliche Entwicklung in einer integrierten Art und Weise sowohl in Deutschland als auch international voran zu bringen. Ziel ist es dabei, eine ausgewogene und gerechte Balance zwischen den Bedürfnissen der heutigen Generation und den Lebensperspektiven künftiger Generationen zu finden.
Der Rat berät die Bundesregierung in ihrer Nachhaltigkeitspolitik und soll mit Vorschlägen zu Zielen und Indikatoren zur Fortentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie beitragen sowie Projekte zur Umsetzung dieser Strategie vorschlagen.

Eine weitere Aufgabe des Rates für Nachhaltige Entwicklung ist die Förderung des gesellschaftlichen Dialogs zur Nachhaltigkeit. Mit dem Aufzeigen von Folgen gesellschaftlichen Handelns und der Diskussion von Lösungsansätzen soll die Vorstellung von dem, was Nachhaltigkeitspolitik konkret bedeutet, bei allen Beteiligten und in der Bevölkerung verbessert werden.

Nachhaltigkeitsstrategie

Im April 2002 verabschiedete die Bundesregierung die nationale Nachhaltigkeitsstrategie für Deutschland. In dieses Dokument flossen die Ergebnisse von Konsultationen gesellschaftlicher Gruppen und Vorschläge des Rates für Nachhaltige Entwicklung ein. Seitdem ist die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie mit Hilfe so genannter Fortschrittsberichte mehrfach weiterentwickelt worden.

Nachhaltigkeitskodex

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat am 13.10.2011 einen „Deutschen Nachhaltigkeitskodex“ beschlossen, mit dem Ziel, diesen als Grundlage der Bewertung der CSR-Leistungen vom Unternehmen jeder Größenordnung am Kapital- und Finanzmarkt einzuführen. Das Instrument wurde mit einer Empfehlung zur Implementierung an die Bundesregierung überstellt.

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex macht Nachhaltigkeitsleistungen der Unternehmen sichtbar, mit einer höheren Verbindlichkeit transparent und vergleichbar. Er verbreitert damit die Basis für die Umsetzung von Nachhaltigkeit. Der Nachhaltigkeitskodex eignet sich für Unternehmen jeder Größe und Rechtsform.

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex beschreibt in 20 Kriterien mit je bis zu zwei Leistungsindikatoren Aspekte der Ökologie, Sozialem und der Unternehmensführung (ESG). Er enthält außerdem einen Kommentar, der die Schritte zur Entsprechenserklärung beschreibt sowie Begriffe definiert. 

Nach umfangreichen Vorarbeiten auf Expertenebene hatte der Nachhaltigkeitsrat am 29.11.2010 einen ersten Entwurf für den Deutschen Nachhaltigkeitskodex vorgelegt und die Öffentlichkeit und alle Unternehmen zu einem Dialog darüber eingeladen. Bis zum Ende der Dialogphase am 25.02.2011 wurden knapp achtzig Stellungnahmen und Diskussionsbeiträge eingereicht. In einem Qualifizierungs-Workshop mit Unternehmen am 09.05.2011 und durch Erfahrungen in der Anwendung des Kodex in einer Praxisphase von Juni bis August 2011 wurde der Entwurf stetig weiter entwickelt.

Die Frage nach dem Geltungsbereich des Kodex und der Implementierung wurde in einem Multistakeholderforum am 26.09.2011 in Frankfurt a.M. öffentlich diskutiert. Diese Diskussion floss in die beschlussfassende Sitzung des Nachhaltigkeitsrates am 13. Oktober 2011 ein.

 

CSR in Deutschland

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