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15.11.2010

Leitfaden für gesellschaftliche Verantwortung von Organisationen

Die Globalisierung vernetzt Unternehmen, Organisationen, Menschen, Produkte und Dienstleistungen immer enger. Welche Anforderungen stellt das an unser Handeln, unser Verhalten? Können wir die Folgen unseres Tuns richtig abschätzen? Handeln wir gesellschaftlich/sozial verantwortlich?

Foto einer Verladestation im Hafen © colourbox.com Mit der internationalen Norm ISO 26000 wird erstmalig ein Leitfaden geschaffen, der es Organisationen, Unternehmen, öffentlichen Institutionen weltweit ermöglicht, ihre gesellschaftliche Verantwortung, oder "social responsibility" (SR), systematisch zu identifizieren und priorisieren.

Die ISO 26000 enthält ein umfassend angelegtes System zur Herangehensweise an das komplexe Thema "social responsibility" und schließt dabei Lücken. Mit der ISO 26000 wird der lange vermisste Bogen über die bekannten internationalen CR/SR Instrumente geschlagen - zu denen die Norm selbst künftig auch gehören wird. Die Komplexität der ISO 26000 entspricht dem wichtigen Thema gesellschaftliche Verantwortung.

Mit diesem Leitfaden wird ein einheitlicher Standard gesetzt, der sich durch einen ausgesprochen flexiblen Ansatz auszeichnet. Die ISO 26000 wird zu spürbar mehr Nachhaltigkeit beitragen. Organisationen, die Verantwortung ernst nehmen, werden den neuen Standard rasch schätzen lernen. Das für Corporate Social Responsibility (CSR) innerhalb der Bundesregierung federführend zuständige Bundesarbeitsministerium für Arbeit und Soziales hat dieses ehrgeizige Normungsprojekt seit dem Start in Stockholm 2004 als Partner des DIN und der beteiligten Kreise gefördert und unterstützt.

Die Stärkung von CSR in internationalen Zusammenhängen ist ein wichtiger Bestandteil der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales entwickelten Nationalen Strategie für Gesellschaftliche Unternehmensverantwortung (CSR), die als "Aktionsplan CSR" im Oktober 2010 im Bundeskabinett verabschiedet wurde.

In der Anwendung der ISO 26000 sind jedoch Bestrebungen nicht auszuschließen, die Norm nicht nur als Leitfaden, sondern unzulässigerweise auch als zertifizierbaren Standard zu verwenden. Deshalb haben die Spitzenverbände der Deutschen Wirtschaft, BDA, BDI, ZDH und DIHK, gemeinsam mit den beteiligten Bundesressorts eine gemeinsame Stellungnahme zur Nichtzertifizierung der Norm (PDF-Dokument, 31 KB) formuliert, die klarstellen soll, dass die ISO 26000 nicht als Bezugsrahmen für Zertifizierungen dienen soll.


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