Leitsätze und Instrumente
Die Grundlagen, auf denen CSR heute aufbaut, sind mehrere internationale Instrumente: Die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, der Global Compact der Vereinten Nationen und die Dreigliedrige Grundsatzerklärung der Internationalen Arbeitsorganisation über multinationale Unternehmen und Sozialpolitik. Sie haben teilweise unterschiedliche Unterzeichner und Schwerpunkte. Doch sie bilden gemeinsam einen Kanon von Grundsätzen, Werten und Mechanismen der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen und sind damit die wichtigsten internationalen Bezugsdokumente für CSR.
Der United Nations Global Compact wurde als eine weltweite Allianz zwischen den Vereinten Nationen und der Privatwirtschaft auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vom damaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, begründet. Der Global Compact versteht sich als ein Dialog- und Lernforum für Unternehmen, das den Austausch über die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, deren Vernetzung und die Förderung von sozialem und gesellschaftlichem Engagement zum Ziel hat.
Die OECD-Leitsätze sind eine Empfehlung von Regierungen an Unternehmen für verantwortliches Handeln. Sie sind in zehn Kapitel untergliedert, die Bezug auf internationale Vereinbarungen wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte oder die ILO-Kernarbeitsnormen nehmen. Ziel ist die Förderung des Leitbildes der nachhaltigen Entwicklung sowie des Vorsorgeprinzips.
Die Grundsatzerklärung der IAO stellt einen internationalen Konsens zwischen Regierungen, Gewerkschaften und Unternehmensverbänden dar. Die Erklärung, die 1977 verabschiedet wurde und seit 2006 in einer revidierten Fassung vorliegt, formuliert umfassende Anforderungen an multinationale Unternehmen im Bereich Arbeits- und Sozialstandards.
Zu diesen internationalen Leitsätzen kommen weitere internationale Instrumente: Die Leitfäden der Global Reporting Initiative helfen, Nachhaltigkeits- und CSR-Berichte von Organisationen aller Branchen zu verbessern und vergleichbarer zu machen. Bei dem ISO 26.000 - Verfahren wird derzeit ein weltweiter Standard für Organisationen erarbeitet, der 2009 fertiggestellt werden soll.