AA1000
AA1000 beschreibt eine Serie von Standards zur Verankerung von Nachhaltigkeit in Organisationen. AA1000 wurde im Jahre 1999 von der Non-Profit-Organisation AccountAbility entwickelt. Zum Beispiel enthält der AA1000 Assurance Standard Leitsätze für die Verifizierung von Nachhaltigkeitsberichten . Der AA1000 Standard for Stakeholder Engagement gibt wiederum Hilfestellung bei der Einbeziehung relevanter Stakeholder in den organisationsweiten Nachhaltigkeitsprozess.
www.accountability21.net
Accountability
Accountability heißt zu Deutsch Verantwortlichkeit, beziehungsweise Rechenschaftspflicht. Für Unternehmen bedeutet Accountability, dass sie für die Auswirkungen ihres wirtschaftlichen Handelns auf Umwelt und Gesellschaft verantwortlich sind. Daraus entsteht für sie die Aufgabe, über ihre Aktivitäten transparent zu berichten und dadurch Rechenschaft abzulegen. Eine transparente Berichterstattung soll verhindern, dass die Erwirtschaftung von Gewinn auf Kosten von Gesellschaft und Umwelt geht.
AccountAbility
AccountAbility Ltd. ist eine britische Non-Profit-Organisation. Das Institut hat sich der Entwicklung neuer Ideen und Instrumente verpflichtet, die Individuen, Institutionen und Netzwerken helfen, globalen Herausforderungen zu begegnen. Mitglieder von AccountAbility stammen aus der Privatwirtschaft, dem öffentlichen Sektor und der Zivilgesellschaft. Die Organisation ist in drei Themenfeldern aktiv: Wettbewerbsfähigkeit nachhaltiger Produkte, Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Regierungen und Zivilgesellschaft sowie bürgerliches Engagement. AccountAbility entwickelte und verbreitet AA1000, eine Serie von Standards. Mit dem jährlichen AccountAbility-Rating bewertet das Institut die Wahrnehmung unternehmerischer Verantwortung durch global agierende Unternehmen.
www.accountability21.net
Agenda 21
Die Agenda 21 ist ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert, das dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung konkrete Ziele und Maßnahmen zur Seite stellt. 172 Staaten beschlossen das Leitpapier im Juni 1992 auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED) in Rio de Janeiro, Brasilien. Die Handlungsfelder der Agenda 21 umfassen das Streben nach ökologischem Gleichgewicht, ökonomischer Sicherheit und sozialer Gerechtigkeit. Nach dem Motto "Global Denken - lokal handeln" sollen die Ziele weltweit auf allen Ebenen politischen und wirtschaftlichen Handelns umgesetzt werden.
www.agenda21-treffpunkt.de
AGG/Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) - umgangssprachlich auch Antidiskriminierungsgesetz genannt - ist seit 2006 in Deutschland in Kraft. Das AGG dient der Verhinderung und der Beseitigung von Benachteiligungen aus Gründen der Rasse, der Herkunft, des Geschlechts, der Religion und der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters und der sexuellen Identität.
AI/Amnesty International
Amnesty International (AI) ist eine gemeinnützige Nicht-Regierungs-Organisation, die sich aktiv für die Durchsetzung der Menschenrechte engagiert. Seit ihrer Gründung 1961 recherchiert sie Menschenrechtsverletzungen, betreibt Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit und organisiert beispielsweise Brief- und Unterschriftenaktionen in Fällen von Folter, Gewalt, unfairen Gerichtsverfahren oder drohender Todesstrafe. Die Grundlage ihrer Arbeit bildet die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte". Amnesty International hat circa 2,2 Millionen Mitglieder in mehr als 150 Ländern. Der Hauptsitz der Organisation liegt in London, Großbritannien. Amnesty International ist ein relevanter Stakeholder für Politik und Wirtschaft.
www.amnesty.de
Assurance
Assurance, zu Deutsch Bestätigungsvermerk, bedeutet im Kontext der Unternehmensberichterstattung, dass ein Unternehmen glaubwürdig versichert, dass Inhalte und Zahlen den Tatsachen entsprechen. Dazu lassen Unternehmen ihre Berichte häufig von unabhängigen Dritten, wie zum Beispiel Wirtschaftsprüfern, kontrollieren. Eine Assurance steigert die Glaubwürdigkeit der Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen.
www.csrinfo.org
Audit
Ein Audit ist ein Kontrollinstrument, das in Form eines Soll-Ist-Abgleichs Verbesserungspotenzial von Prozessen identifiziert. Unterschieden wird zwischen internen und externen Audits. Interne Audits werden von Personen durchgeführt, die zwar aus dem Unternehmen, aber nicht aus dem zu auditierenden Bereich stammen. Externe Audits erfolgen hingegen durch unabhängige, unternehmensexterne Gutachter, so genannte Auditoren. Grundlage eines Audits ist die Checkliste, die Rechtsvorschriften, Normenanforderungen oder interne Zielvorgaben enthält. Mit ihrer Hilfe werden Soll-Ist-Abweichungen aufgedeckt. Im Bereich Nachhaltigkeit werden vor allem Umwelt- und Sozialaudits durchgeführt, mit denen zum Beispiel der Ausstoß von Emissionen oder die Einhaltung der Arbeitszeiten überprüft werden.
Broschüre "Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen" BMU, econsense, Center for Sustainability Management, Leuphana Universität Lüneburg
Audit berufundfamilie
Das Audit berufundfamilie geht aus einer vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Initiative der Hertie-Stiftung hervor. Das Managementinstrument soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Beschäftigte in deutschen Unternehmen verbessern. Dazu wird in acht Handlungsfeldern das spezifische Entwicklungspotenzial des Betriebs ermittelt. Auf dieser Basis werden aufeinander abgestimmte Maßnahmen erarbeitet, die zu einer Gesamtstrategie für das jeweilige Unternehmen zusammengefasst werden. Die Auditierung endet im Erfolgsfall mit der Ausstellung eines entsprechenden Zertifikats, das nach drei Jahren erneuert werden muss. Unternehmen versprechen sich von einer familienfreundlichen Personalpolitik motivierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie einen Vorteil im Wettbewerb um qualifiziertes Fachpersonal.
www.beruf-und-familie.de
BBE/Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement
Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) ist ein 2002 gegründeter Zusammenschluss von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft. Ziel des Netzwerkes ist die nachhaltige Förderung von gesellschaftlichem Engagement wie zum Beispiel Freiwilligenarbeit, Selbsthilfe und Ehrenamt. In acht bereichsbezogenen Arbeitsgruppen setzen sich die Mitglieder des BBE durch offene Dialogforen und konkrete Projekte für einen höheren Stellenwert von bürgerschaftlichem Engagement in allen Bereichen von Staat und Gesellschaft ein. Eine der Arbeitsgruppen beschäftigt sich auch mit dem Thema Corporate Citizenship - also dem gesellschaftlichen Engagement von Unternehmen.
www.b-b-e.de
BCCCC/ Boston College Center for Corporate Citizenship
Das Boston College Center for Corporate Citizenship (BCCCC) mit Sitz in Newton, USA, ist ein Bildungs-, Informations- und Beratungszentrum, das an die Carroll School of Management des Boston College angeschlossen ist. Die 1985 gegründete Organisation hat über 350 global tätige Unternehmen als beitragspflichtige Mitglieder. Diese unterstützt es bei der Entwicklung und Umsetzung ihres Corporate Citizenship-Programms. Das BCCCC ist ein offizieller Partner des Centrum für Corporate Citizenship Deutschland (CCCD).
www.bcccc.net
BIN/Bundesaktion Bürger Initiieren Nachhaltigkeit
Die Bundesaktion Bürger initiieren Nachhaltigkeit (BIN) ist eine von der Bundesregierung im Rahmen der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie geförderte Initiative zur Unterstützung von lokalen Nachhaltigkeitsinitiativen. Förderfähig sind zivilgesellschaftliche Initiativen, die wegweisende und übertragbare Ansätze im Bereich Nachhaltigkeit auf lokaler Ebene bieten. Die lokalen Initiativen müssen sich auf die Ziele und Handlungsfelder der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie sowie die Aktionsfelder des Rahmenprogramms ¿Forschung für die Nachhaltigkeit (FONA)¿ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) beziehen und deren Umsetzung unterstützen.
www.bund-bin.de
Biodiversität
Biodiversität wird oft auch als Artenvielfalt bezeichnet und bedeutet "Vielfalt des Lebens". Der Begriff umfasst sowohl die Vielfalt der Ökosysteme auf der Erde, als auch die genetische Vielfalt innerhalb einer biologischen Art bzw. Population sowie den Artenreichtum in einem bestimmten Lebensraum, bzw. Ökosystem. Aus Nachhaltigkeitssicht wird Biodiversität oft im Zusammenhang mit der Minderung der Artenvielfalt thematisiert, die unter anderem durch menschliche Einflüsse verursacht wird.
www.biologische-diversitaet.de
BitC/Business in the Community
Das Unternehmensnetzwerk Business in the Community (BitC) wurde 1982 in Großbritannien gegründet und hat seinen Sitz in London. BitC zählt zu einer der Wohltätigkeitsorganisationen von Prinz Charles. Ziel der Non-Profit-Organisation ist es, die beitragspflichtigen Mitgliedsunternehmen bei der Umsetzung ihrer Corporate Responsibility-Aktivitäten zu inspirieren und zu unterstützen. Dies erfolgt unter anderem durch das Angebot einer Informations- und Kommunikationsplattform sowie durch das Bereitstellen von Dienstleistungen. Das auf Großbritannien begrenzte Netzwerk kooperiert mit internationalen Organisationen, so dass es mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus tätig ist.
www.bitc.org.uk
Blue Washing
Blue Washing ist ein abwertender Begriff für das Verhalten jener Unternehmen, die dem Global Compact der Vereinten Nationen (VN) beigetreten sind, ohne Nachhaltigkeit glaubwürdig in den Unternehmensprozessen zu verankern. Mitglieder des Global Compact müssen sich zur Einhaltung von zehn Prinzipien - unter anderem zur Wahrung von Menschenrechten, zu Umweltschutz und zu Anti-Korruption - verpflichten. Es erfolgt jedoch keine unabhängige Überprüfung, dass die betreffende Organisation die Prinzipien tatsächlich einhält. Deshalb äußern Kritiker die Befürchtung, dass Unternehmen das (blaue) Logo des Global Compact nur zur Imageaufbesserung nutzen. Als Reaktion darauf hat der Global Compact 2004 eine jährliche Berichtspflicht (Fortschrittsbericht genannt) für Mitgliedsunternehmen beschlossen.
Bottom of the Pyramid
Der Begriff Bottom of the Pyramid, zu Deutsch der untere Teil der Pyramide, bezeichnet die größte und gleichzeitig ärmste sozioökonomische Gruppe der Weltbevölkerung. Sie besteht aus vier Milliarden Menschen, die von weniger als zwei US Dollar am Tag leben. Das gleichnamige Konzept von C. K. Prahalad sieht vor, diese Schicht als einen entwicklungsfähigen Markt zu betrachten, der mit bedarfsorientierten Produkten und Dienstleistungen erschlossen werden kann. Unternehmen können dadurch ihren Absatz steigern. In der Rolle von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie Unternehmerinnen und Unternehmern, anstelle von Opfern der Armut, haben die vier Milliarden Menschen laut Prahalad die Möglichkeit, sich selbst aus der Armut zu befreien. Ein Beispiel für Bottom of the Pyramid ist der wachsende Markt für Mikrokredite in Südostasien.
BSCI/Business Social Compliance Initiative
Die Business Social Compliance Initiative (BSCI) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, welche sich für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen entlang globaler Lieferketten einsetzen. Die Initiative wurde im März 2003 durch den europäischen Außenhandelsverband Foreign Trade Association mit Sitz in Brüssel, Belgien, ins Leben gerufen. Um Sozialstandards in Lieferketten zu verankern, hat die BSCI einen Verhaltenskodex entwickelt, den die Mitgliedsunternehmen bei mindestens zwei Dritteln ihrer Lieferanten einführen und kontrollieren. Die Mehrheit der Mitgliedsunternehmen ist im Konsumgüterbereich tätig.
www.bsci-eu.org
Bundesverband Die Verbraucherinitiative
Die Verbraucher Initiative e.V. wurde 1985 vom Bundesverband kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher gegründet und hat Ihren Sitz in Berlin. Die Initiative arbeitet als Lobby-Organisation für gesunde und sowohl ökologisch als auch sozial verträglich hergestellte Produkte. Die Non-Profit-Organisation mit rund 7000 Mitgliedern verfolgt das Ziel, Verbraucherinnen und Verbraucher umfassend über Waren und die Hintergründe ihrer Produktion zu informieren.
www.verbraucher.org
Business Case
Der Business Case von Nachhaltigkeit verdeutlicht den betriebswirtschaftlichen Nutzeneffekt der Integration von ökologischen und sozialen Aspekten in das Kerngeschäft. Der Business Case basiert auf einer Kosten-Nutzen-Rechnung.
CAP/Corrective Action Plan
Ein Corrective Action Plan (CAP), zu Deutsch Maßnahmenplan, ist ein Hilfsmittel für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Organisationen. Er findet beispielsweise bei der Sicherstellung von Umwelt- und Sozialstandards in der Lieferkette Verwendung. In einem CAP werden Maßnahmen aufgelistet, die notwendig sind, um in einem Audit festgestellte Abweichungen von einem Soll-Zustand zu korrigieren. Die notwendigen Verbesserungsmaßnahmen, Verantwortlichkeiten und Fristen sind zwischen dem Auftraggeber und der auditierten Organisation zu vereinbaren. Die Umsetzung der definierten Korrekturen wird bei einem Folge-Audit überprüft.
Cause-Related Marketing
Cause-Related Marketing, zu Deutsch zweckgebundenes Marketing, ist ein Instrument zur Verkaufsförderung. Cause-Related Marketing steht für PR-Kampagnen, bei denen der Hersteller pro verkauftem Produkt eine Spende für einen guten Zweck leistet. Ursprünglich stammt das Instrument aus den USA. In Deutschland zeichnet sich erst in den letzten Jahren eine vermehrte Nutzung von Cause-Related Marketing ab.
CCCD/Centrum für Corporate Citizenship Deutschland
Das Centrum für Corporate Citizenship Deutschland e.V. (CCCD) ist eine Non-Profit-Organisation, die eine Schnittstellenfunktion zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik bildet. Das CCCD mit Sitz in Berlin arbeitet als Ideenschmiede und gibt Impulse für die Corporate Citizenship (CC)-Diskussion in Deutschland sowie für die praktische Umsetzung von CC durch gesellschaftlich engagierte Unternehmen. Mit verschiedenen Veranstaltungen fördert sie den Informationsaustausch zwischen Unternehmen, Wissenschaft, Politik und Bürgerschaft. Das CCCD ist der deutsche Partner des Boston College Center for Corporate Citizenship (BCCCC), USA, sowie ein Partner von Business in the Community (BitC), Großbritannien.
www.cccdeutschland.org
CDP/Carbon Disclosure Project
Das Carbon Disclosure Project (CDP) ist eine Non-Profit-Organisation, die 2000 gegründet wurde. Ziel des CDP ist, die Auswirkungen des globalen Klimawandels auf Unternehmen besser bewerten und wirtschaftliche Risiken (Investitionen, Cash Flow, Ergebnis) besser abschätzen zu können. Zu diesem Zweck werden die weltweit größten börsennotierten Unternehmen in den wichtigsten Industrien einmal jährlich gebeten, Fragen zu unter anderem Treibhausgasemissionen und Klimaschutzstrategien zu beantworten.
Die Initiative wird von derzeit circa 385 institutionellen Investoren mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 57 Billionen US Dollar getragen (Stand 2008).
www.cdproject.net
CG/Corporate Governance
Corporate Governance (CG) bedeutet soviel wie "Grundsätze verantwortungsvoller Unternehmensführung". CG dient der Gewährleistung einer unabhängigen, wert- und erfolgsorientierten Unternehmensführung und damit der Sicherung und Steigerung des Unternehmenswertes. Auch als "Unternehmensverfassung" bezeichnet, umfasst CG Entscheidungsmaßstäbe und Verhaltenspflichten für Unternehmensorgane, deren Implementierung in Unternehmensstrukturen und die Beziehung der Unternehmen zu ihren Aktionären und Stakeholdern. Corporate Governance stellt - bis auf wenige international anerkannte Prinzipien - kein international einheitliches Regelwerk dar. Es besteht vielmehr aus länderspezifischen - gesetzlichen wie freiwilligen - Maßnahmen für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung.
Siehe auch: DCGK/Deutscher Corporate Governance Kodex
CoC/Code of Conduct
Siehe: Verhaltenskodex
Code of Conduct for Suppliers
Siehe: Verhaltenskodex für Lieferanten
Compliance
Compliance, zu Deutsch Erfüllung oder Konformität, bezeichnet die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien, aber auch von Standards (zum Beispiel ISO 14001), freiwilligen Kodizes oder gesellschaftlichen Konventionen. Die Einhaltung von Regeln kann also sowohl auf Zwang (zum Beispiel durch Gesetze) als auch auf Freiwilligkeit (zum Beispiel Einhaltung von Standards) beruhen. In Unternehmen ist Compliance ein wesentlicher Bestandteil der Corporate Governance, bei der es um die verantwortungsvolle Unternehmensführung geht. Um Compliance in Unternehmen sicherzustellen, wird sie häufig in Form von Compliance-Abteilungen oder Rechtsabteilungen in die Organisation integriert.
CorA/Corporate Accountability
Corporate Accountability (CorA) ist ein Netzwerk von Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, kirchlichen und entwicklungspolitischen Organisationen, Verbraucher- und Umweltverbänden sowie weiteren Organisationen mit sozial- und gesellschaftspolitischen Zielsetzungen. Durch verschiedene Arbeitsgruppen, Publikationen und gesellschaftliche Debatten setzt sich CorA aktiv dafür ein, dass transnationale Unternehmen, ihre Tochterunternehmen und Lieferanten Menschenrechte sowie international anerkannte Umwelt- und Sozialstandards einhalten und damit ihrer unternehmerischen Verantwortung nachkommen.
www.cora-netz.de
Corporate Volunteering
Unterstützt ein Unternehmen gesellschaftliches Engagement, an dem sich seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrer Arbeitskraft und Kompetenz freiwillig beteiligen können, spricht man von Corporate Volunteering, zu Deutsch unternehmerische Freiwilligenarbeit. Diese Form des gesellschaftlichen Engagements zählt zu den vielfältigen Instrumenten von Corporate Citizenship. Dem Unternehmen stehen verschiedene Möglichkeiten offen, Freiwilligenprogramme zu gestalten: entweder unterstützt es das bereits bestehende private Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder initiiert unternehmenseigene Projekte, zu denen es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufruft. Da durch die Freiwilligenarbeit insbesondere die sozialen Kompetenzen der Freiwilligen geschult werden, nutzen Unternehmen das Instrument oft zur Personalentwicklung.
www.cccdeutschland.org
CR/Corporate Responsibility
Siehe: Unternehmerische Verantwortung
CSI/Corporate Social Investment
Siehe: CC/Corporate Citizenship
CSR/Corporate Social Responsibility
Bei Corporate Social Responsibility (CSR) geht es um Unternehmen sowie andere Organisationen und Institutionen, die freiwillig gesellschaftliche Verantwortung übernehmen - und zwar über ihre rechtlichen Pflichten hinaus. Die Europäische Union definiert CSR als ein System, "das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren". CSR ersetzt nicht politisches Handeln und Gesetzgebung. CSR bietet aber die Chance, weitergehende gesellschaftliche Ziele zu verfolgen und Standards zu setzen.
Zur Abgrenzung der Begriffe Unternehmerische Verantwortung, englisch Corporate Responsibility, und CSR, siehe Unternehmerische Verantwortung.
www.csr-in-deutschland.de
CSR Europe
CSR Europe ist ein europäisches Netzwerk für Corporate Social Responsibility (CSR), das sich aus circa 70 multinationalen Unternehmen sowie 25 nationalen Partnerorganisationen zusammensetzt. Das Netzwerk unterstützt Unternehmen dabei, Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt in ihre Strategie und Abläufe zu integrieren. CSR Europe dient deshalb als Kommunikationsplattform für den Austausch von Erfahrungen und erfolgreichen Beispielen im Bereich CSR. Außerdem initiiert und unterstützt das Netzwerk Projekte mit Unternehmen sowie relevanten Stakeholdern.
www.csreurope.org
CSR Germany
CSR Germany ist ein Internetportal der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. (BDA) und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. (BDI), um gesellschaftliches Engagement von Unternehmen hervorzuheben und zu fördern. CSR Germany soll ein Netzwerk der Akteure im Bereich Corporate Social Responsibility schaffen und den Erfahrungsaustausch fördern. Außerdem dient das Internetportal der politischen Interessenvertretung der Verbände und Unternehmen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene.
www.csrgermany.de
CSR in der EU
Die Europäische Union gehört zu den aktiven Unterstützern von Maßnahmen im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR). Sie strebt eine weltweit führende Rolle auf dem Gebiet an. Seit der Europäische Rat von Lissabon, Portugal, im März 2000 an das soziale Verantwortungsbewusstsein der Unternehmen appellierte, markieren vor allem das Grünbuch (2001), eine Mitteilung (2002) und die Einrichtung eines Multi-Stakeholder-Forums zu CSR ("CSR-Forum") wichtige Fortschritte in diesem Prozess. Darüber hinaus organisiert sie die "High Level Group of National Representatives on CSR", die als Plattform für den Informationsaustausch zwischen der Europäischen Kommission und den Mitgliedsstaaten zu CSR dient. Bei der weiteren Förderung von CSR legt die Kommission den Schwerpunkt vor allem auf die Sensibilisierung von Unternehmen und der Öffentlichkeit. Außerdem unterstützt sie Multi-Stakeholder-Initiativen und treibt Verbraucherinformation sowie Transparenz, Forschung und Bildung voran.
www.ec.europa.eu
CSR Preise
Grundsätzlich fördert die Ausschreibung von Preisen den Wettbewerb der Teilnehmerinnen und Teilnehmer um die zumeist prestigeträchtige Auszeichnung. Durch die öffentlichkeitswirksame Herausstellung von Positivbeispielen durch renommierte Institutionen, kann eine Bewegung vorangetrieben werden.
CSR WeltWeit
CSR WeltWeit ist ein Online-Informationsportal der Bertelsmann Stiftung, welches gemeinsam mit Partnern aus Politik und Wirtschaft entwickelt wurde. Ziel ist es, deutsche Unternehmen bei der verantwortlichen Gestaltung des unternehmerischen Umfelds im Ausland zu unterstützen und dieses Engagement auch sichtbar zu machen. Das Portal enthält Länderinformationen zum Stellenwert von Corporate Social Responsibility (CSR) sowie zu Handlungsfeldern wie Bildung, Armutsbekämpfung oder Umweltschutz und nennt Kooperationspartner für die erfolgreiche Umsetzung gesellschaftlichen Engagements vor Ort. Zusätzlich werden eine Vielzahl an Fallstudien zu den aktuellen CSR-Aktivitäten deutscher Unternehmen sowie allgemeine Informationen zur Umsetzung von CSR-Projekten, zu Partnermanagement, Evaluierung und Finanzierung präsentiert.
www.csr-weltweit.de