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Glossar (T - Z)

Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben T bis Z

    TI/Transparency International

    Transparency International e.V. (TI) ist eine Nicht-Regierungs-Organisation die sich seit 1993 für den weltweiten Kampf gegen Korruption einsetzt. Die Organisation hat ihren Hauptsitz in Berlin und Büros in mehr als 90 Ländern.
    Um Korruption zu unterbinden, setzt sich TI für mehr Transparenz und unabhängige Kontrollen ein. TI initiiert und unterstützt den Dialog zwischen relevanten Akteuren, wie Medien, Unternehmen und Regierungen. Außerdem unterstützt TI andere Organisationen bei ihrer Ermittlungsarbeit, führt aber selbst keine Untersuchungen zu einzelnen Korruptionsfällen durch. Darüber hinaus veröffentlicht TI alljährlich den Corruption Perception Index. Dieser basiert auf Befragungen und spiegelt so die wahrgenommene Korruption in Politik und Verwaltung in 180 Staaten wider.

    Siehe auch: Transparenz

    www.transparency.org


    Transparenz

    Transparenz beschreibt den Grad der Veröffentlichung von Informationen zu relevanten unternehmerischen Entscheidungen und Entscheidungsprozessen, Kennzahlen und Zielen. Hohe Transparenz bedeutet, dass Stakeholder umfassend, verständlich, nachprüfbar und gesetzliche Anforderungen übersteigend informiert werden.
    Wichtige Instrumente zur Offenlegung von Informationen sind Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte. Besonders letztere ermöglichen es interessierten Stakeholdern, die Leistung von Unternehmen und Organisationen in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales zu bewerten.

    Siehe auch: TI/Transparency International und CG/Corporate Governance


    Triple Bottom Line

    Das Konzept der Triple Bottom Line sieht vor, dass Unternehmen ihre Leistung nicht nur an Hand ökonomischer bzw. finanzieller Kennzahlen messen. Vielmehr sollen auch ökologische und soziale Werte und Entwicklungen mit Hilfe von quantifizierten Kennzahlen abgebildet werden, um eine tiefer gehende Analyse zu ermöglichen. Die Zahlen dienen dabei sowohl der internen Steuerung als auch der Kommunikation nach außen. Die Entwicklung von der einfachen zur dreiteiligen Triple Bottom Line geht einher mit der Erkenntnis, dass Unternehmen nicht mehr nur ihren Anteilseignerinnen und -eignern sondern einem breiteren Stakeholder-Universum gegenüber verantwortlich sind.


    Triple P

    Triple P steht für People, Planet, Profit, zu Deutsch Menschen, Erde, Gewinn, und meint die Balance zwischen sozialem Wohlergehen, einer intakten Umwelt und wirtschaftlichem Erfolg, analog zum Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit. Keiner dieser drei Bereiche sollte auf die anderen negativen Einfluss nehmen. Im Idealfall strebt eine nach Triple P ausgerichtete Organisation an, dass sich soziale, ökologische und ökonomische Entwicklungen gegenseitig positiv beeinflussen. Ob ein Unternehmen in dieser Hinsicht auf dem richtigen Weg ist, lässt sich durch transparente Berichterstattung nach einer Triple Bottom Line erkennen.


    UMS/Umweltmanagementsystem

    Umweltmanagementsystem (UMS) meint die organisatorische und personelle Verankerung der verschiedenen mit der Umweltpolitik verbundenen Aufgaben innerhalb eines Unternehmens oder einer Organisation. Hierbei werden sowohl die Auswirkungen der Produktion auf die Umwelt, als auch Zuständigkeiten, Programme, Ziele und Maßnahmen zur Verminderung der negativen Umwelteinflüsse thematisiert. Dies bedeutet in der Folge die regelmäßige Wiederholung von internen und/oder externen Audits und damit verbunden die Überprüfung der kontinuierlichen Verbesserung der Umweltschutzleistung und aller umweltrelevanten Strukturen und Prozesse innerhalb der Organisation. Wenn Umweltziele nicht erreicht werden, sollte durch angepasste Maßnahmen rechtzeitig gegengesteuert werden. Ein Umweltmanagementsystem kann von der Organisation individuell oder gemäß eines Standards, wie zum Beispiel der Norm ISO 14001 oder EMAS implementiert werden.


    UN/United Nations

    Siehe: VN/Vereinte Nationen


    Unternehmerische Verantwortung

    Unternehmerische Verantwortung, engl. Corporate Responsibility (CR), beschreibt das Verantwortungsbewusstsein eines Unternehmens, wo immer seine Geschäftstätigkeit Auswirkungen auf die Gesellschaft, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Umwelt und das wirtschaftliche Umfeld hat. Unternehmerische Verantwortung steht dabei für eine Unternehmensphilosophie, in deren Mittelpunkt Transparenz , ethisches Verhalten und Respekt vor den Stakeholdern stehen. Der Begriff umfasst die Themenbereiche Corporate Social Responsibility (CSR), Corporate Governance und Corporate Citizenship.
    Die Begriffe CR und CSR werden häufig synonym verwendet; das Konzept von CR ist aber deutlich weiter gefasst als das von CSR. Das Konzept CSR ist stärker auf ökologische und soziale Herausforderungen für Unternehmen fokussiert und betrachtet damit nur zwei der drei Dimensionen von Nachhaltigkeit. Während CSR die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens lediglich als Rahmenbedingung für verantwortliches unternehmerisches Handeln konzipiert, wird im Konzept von CR explizit die ökonomische Dimension von Nachhaltigkeit einbezogen.
    Ein Grundstein von CR ist der offene Dialog mit relevanten Stakeholdern. Dies sind zum Beispiel Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Investoren, Lieferanten, der Staat und Nicht-Regierungs-Organisationen.


    UPJ/Unternehmen: Partner der Jugend

    UPJ ist das Netzwerk engagierter Unternehmen und gemeinnütziger Mittlerorganisationen in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Projekte, die zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen, indem sie neue Verbindungen zwischen Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen und öffentlichen Verwaltungen schaffen. Diese Akteure unterstützt der gemeinnützige UPJ e.V. darüber hinaus mit Informationen und Beratung bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Corporate Citizenship und Corporate Social Responsibility Aktivitäten.

    www.upj.de


    VENRO/Verband Entwicklungspolitik deutscher Nicht-Regierungsorganisationen

    Der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nicht-Regierungsorganisationen (VENRO) ist ein freiwilliger Zusammenschluss von rund 100 deutschen Nicht-Regierungs-Organisationen. Seit 1995 tritt er für eine globale Strukturpolitik ein, die die Förderung von Projekten und Programmen in Entwicklungsländern ergänzen soll. Dazu fördert die Dachorganisation Dialog und Erfahrungsaustausch, betreibt Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit und veranstaltet Fortbildungen. Die VENRO-Mitglieder sind private und kirchliche Träger der Entwicklungszusammenarbeit, der Nothilfe sowie der entwicklungspolitischen Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit.

    www.venro.org


    Verbraucherschutz

    Verbraucherschutz beschreibt alle Maßnahmen, um Konsumentinnen und Konsumenten vor Gesundheitsgefahren oder wirtschaftlichen Schäden zu schützen. Durch ein immer größeres Angebot an Produkten und Dienstleistungen mit immer komplexeren Wertschöpfungsketten wird die Informationslage zunehmend undurchsichtig.
    Hauptziel des Verbraucherschutzes ist es, die Transparenz über Produkte, deren Herkunft, Herstellung und Gebrauchseigenschaften zu verbessern.
    Verbraucherschutzorganisationen fordern eine gesetzliche Verankerung von verpflichtenden Produktinformationen, um Verbraucherinnen und Verbrauchern eine breitere Entscheidungsgrundlage zu liefern. Verantwortlich handelnde Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie Verbraucherinnen und Verbrauchern relevante Daten zu ihren Produkten, wie zum Beispiel Verbrauchswerte, Inhaltsstoffe oder Informationen über die Wertschöpfungskette zugänglich machen.

    Siehe auch: Verbraucherzentrale Bundesverband


    Verbraucherzentrale Bundesverband

    Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. ist die Dachorganisation der 16 Verbraucherzentralen und 25 weiterer Verbände in Deutschland aus dem Bereich des Konsumentenschutzes. Sie wurde 2000 gegründet und hat ihren Sitz in Berlin. In dieser Funktion koordiniert und bündelt der Verbraucherzentrale Bundesverband die verbraucherpolitische Arbeit seiner Mitglieder und will damit Produktsicherheit, Information und Wahlfreiheit der Verbraucherinnen und Verbraucher sowie nachhaltigen Konsum in Deutschland fördern. Die Interessensvertretung der Verbraucherinnen und Verbraucher und der Einsatz für einen fairen und transparenten Markt geschehen auf drei Ebenen. Erstens durch Lobbyarbeit und Politikberatung, zweitens durch Rechtsdurchsetzung, und drittens durch Förderung der Verbraucherberatung. Über seine nationale Tätigkeit hinaus arbeitet der Verband auch europaweit und international mit anderen nationalen Verbänden an der Durchsetzung seiner Ziele.

    www.vzbv.de


    Verhaltenskodex

    Ein Verhaltenskodex, engl. Code of Conduct, ist eine Sammlung von Verhaltensregeln bezogen auf ethische Werte, Gesetze und weitere Aspekte der unternehmerischen Verantwortung. Solch ein Kodex ist mit einer Selbstverpflichtung vergleichbar. Es kann zwischen einem internen und einem externen Verhaltenskodex unterschieden werden. Ersterer wendet sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Organisation und beschreibt den gewünschten Umgang der Angestellten untereinander sowie deren Verhalten gegenüber zum Beispiel Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern sowie anderen Stakeholdern. Der externe Verhaltenskodex wird zum Beispiel verwendet, um Lieferanten auf die Einhaltung bestimmter Regeln zu verpflichten.
    Um einem internen Verhaltenskodex Nachdruck zu verleihen, richten Organisationen im Allgemeinen Meldesysteme ein, bei denen Mitarbeiter anonym auf Missstände hinweisen können. Die Einhaltung von Verhaltenskodizes für Lieferanten wird zum Beispiel durch Audits überprüft. Bei Abweichungen können Korrekturmaßnahmen, aber auch Sanktionen eingeleitet werden.


    Verhaltenskodex für Lieferanten

    Der Verhaltenskodex für Lieferanten, engl. Supplier Code of Conduct, ist ein Dokument, das Grundsätze, Leitlinien und Handlungsweisungen in Bezug auf die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards festlegt. Die Unternehmen berufen sich dabei überwiegend auf die Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen (VN) und Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Mit dem Verhaltenskodex verpflichten sie ihre Lieferanten zur Einhaltung der definierten Mindeststandards. Er hat dabei allein meist keinen rechtlich bindenden Charakter, sondern ist ein Instrument freiwilliger Selbstkontrolle. Die Einhaltung des Kodex kann durch interne beziehungsweise externe Audits turnusmäßig überprüft werden.


    Vielfalt

    Mit Vielfalt, engl. diversity, wird der Respekt für die individuelle Verschiedenheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren positive Wertschätzung in Organisationen bezeichnet. Dadurch soll Diskriminierung verhindert, Chancengleichheit verbessert und somit eine positive Atmosphäre in der Organisation geschaffen werden. Vielfalt bezieht sich einerseits auf äußerliche Merkmale wie Geschlecht, Hautfarbe, Alter oder Behinderung, andererseits auf individuelle Orientierungen, z.B. religiöser oder sexueller Art. Unternehmen versprechen sich von Vielfalt in der Belegschaft auch eine höhere Problemlösungskompetenz, Attraktivität für neue Mitarbeiter und bessere Kundenbindung.


    VN/Vereinte Nationen

    Die Vereinten Nationen (VN) wurden 1945 in San Francisco, USA, gegründet und vereinen mit 192 Mitgliedsstaaten fast alle Nationen der Welt. Die wichtigsten Aufgaben der Organisation sind die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, der Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit. Fünf zentrale Organe sowie zahlreiche Programme und angegliederte Agenturen sind für diese Aufgabe zuständig.
    Im Zusammenhang mit unternehmerischer Verantwortung bieten die Vereinten Nationen interessierten Unternehmen seit 2000 die Mitgliedschaft im Global Compact an, einem weltweiten Pakt, um die Globalisierung sozial und ökologisch verträglicher zu gestalten. Die zehn Prinzipien dieser weltgrößten Initiative im Bereich unternehmerischer Verantwortung stützen sich auf Deklarationen und Konventionen der Vereinten Nationen und versuchen Unternehmen für das Erreichen der Ziele der Vereinten Nationen zu gewinnen.

    www.un.org


    WBCSD/World Business Council for Sustainable Development

    Der World Business Council for Sustainable Development (WBCSD), zu Deutsch Weltwirtschaftsrat für Nachhaltige Entwicklung, ist ein Zusammenschluss von rund 200 Unternehmen, um nachhaltige Entwicklung voranzubringen. Der 1995 gegründete Weltwirtschaftsrat hat seinen Sitz in Genf, Schweiz. Der WBCSD versteht sich als Forum für den Austausch von Wissen und Erfahrungen im Bereich nachhaltige Entwicklung. Er sieht sich als Vermittler zwischen Unternehmen sowie als Vertreter von Unternehmensinteressen gegenüber der Politik. Auch initiiert der WBCSD Projekte in den Bereichen Klimaschutz, Energieeffizienz, Ökosysteme oder Entwicklungszusammenarbeit. Zusammen mit dem World Resources Institute (WRI) hat der WBCSD zum Beispiel das GHG Protocol zur Messung von Treibhausgasemissionen von Unternehmen entwickelt. Über sein regionales Netzwerk in circa 60 Ländern ist der WBCSD auch in Entwicklungs- und Schwellenländern präsent und arbeitet daran, in diesen Ländern das Thema nachhaltige Entwicklung voranzutreiben.

    www.wbcsd.org


    WEF/World Economic Forum

    Siehe: Weltwirtschaftsforum


    Weltwirtschaftsforum

    Das Weltwirtschaftsforum, englisch World Economic Forum (WEF), ist eine private Stiftung mit Sitz in Genf, Schweiz. Stiftungsmitglieder sind circa 1000 global führende Konzerne, die die Arbeit des Forums mit ihren Mitgliedsbeiträgen finanzieren. Unter dem Motto "Unternehmertum im öffentlichen Interesse" setzt sich das Weltwirtschaftsforum in verschiedenen Initiativen in den Bereichen Bildung, Ernährung, Sicherheit oder Corporate Governance für eine nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft ein. In den Fokus der Öffentlichkeit gerät das Weltwirtschaftsforum alljährlich mit seiner Jahrestagung im schweizerischen Davos. Dort treffen sich Unternehmensvorstände, Politiker, Journalisten und Vertreter von Nicht-Regierungs-Organisationen, um aktuelle globale Probleme zu diskutieren.

    www.weforum.org


    Wertschöpfungskette

    Unter Wertschöpfungskette versteht man den Prozess der Entstehung eines Produktes (oder einer Dienstleistung) von der Gewinnung der Rohstoffe bis zur Auslieferung an den Endkonsumenten. Je nach Komplexität des Produktes können Wertschöpfungsketten einige wenige Unternehmen, aber auch globale Netzwerke von Lieferanten umfassen (Beispiel Automobilproduktion). Im Rahmen von Corporate Social Responsibility sind Unternehmen auch verpflichtet, Verantwortung für die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards in der Wertschöpfungskette zu übernehmen.


    WHO/World Health Organization

    Die World Health Organization (WHO), zu Deutsch Weltgesundheitsorganisation, ist die Behörde der Vereinten Nationen (VN), die das internationale öffentliche Gesundheitswesen koordiniert. Sie wurde 1948 gegründet und hat ihren Sitz in Genf, Schweiz. Hauptaufgabe der WHO sind die Erforschung und Überwachung von Krankheiten, insbesondere pandemischer Ansteckungskrankheiten wie SARS, HIV/AIDS und Malaria. Dazu entwickelt die WHO Programme zur Vorbeugung, Behandlung und Heilung diverser Krankheiten. Hinter diesen Bemühungen, die sich vor allem auf Entwicklungsländer konzentrieren, steht die Einsicht, dass Gesundheit eine wesentliche Voraussetzung für die Armutsbekämpfung ist, gleichzeitig aber Armut maßgeblich den Gesundheitszustand beeinflusst.

    www.who.int


    Work-Life Balance

    Work-Life Balance meint ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Arbeitsleben und Freizeit. Man spricht dann von einer Work-Life Balance, wenn es Menschen möglich ist, ihre individuellen Bedürfnisse am Arbeitsplatz zu verwirklichen und gleichzeitig ein erfülltes Privatleben zu führen. Dieses Konzept rückt mit der Präsenz unternehmerischer Verantwortung zunehmend in den Fokus der Personalabteilungen von Unternehmen, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Beispiel flexible Arbeitsmodelle und Auszeiten je nach Lebenssituation anbieten. Aber auch vom Arbeitgeber organisierte, zusätzliche Freizeit und Bildungsangebote spielen hier eine große Rolle. Im Gegenzug wirkt sich eine ausgewogene Work-Life Balance positiv auf die Motivation, Kreativität und Produktivität der Belegschaft aus, kommt also auch den Unternehmen zu Gute.


    WRI/World Resources Institute

    Das World Resources Institute (WRI), zu Deutsch Weltressourceninstitut, ist eine Non-Profit-Organisation mit Sitz in Washington D.C., USA. Das WRI sieht sich als Ideenschmiede für eine nachhaltige Entwicklung. Es sucht nach neuen Wegen, wie aktuelle und zukünftige Bedürfnisse der Menschen befriedigt werden können und gleichzeitig die Umwelt entlastet wird.

    Ein Team aus Natur- und Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie Politikexpertinnen und -experten arbeitet zu diesem Zweck an zahlreichen Forschungsprojekten und Publikationen zu aktuellen Herausforderungen. Die wichtigste Publikation ist der zweijährlich erscheinende World Resources Report, eine Sammlung und Analyse von Daten über aktuelle Umweltfragen. Zusammen mit dem World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) hat das WRI das GHG Protocol zur Messung von Treibhausgasemissionen von Unternehmen entwickelt.

    www.wri.org


    WTO/World Trade Organization

    Die World Trade Organization (WTO), zu Deutsch Welthandelsorganisation, ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (VN) mit Sitz in Genf, Schweiz. Sie hat die Aufgabe, den internationalen Handel zwischen ihren 195 Mitgliedern, die für den Großteil des Welthandels verantwortlich sind, zu regeln und weitestgehend zu liberalisieren. Zu diesem Zweck wurden in mehreren Verhandlungsrunden eine Reihe von Handelsvereinbarungen getroffen, die für die Mitgliedsstaaten und damit für die in ihnen agierenden Firmen bindend sind. Im Zweifelsfall fungiert die WTO auch als Vermittlungsstelle bei Verstößen gegen geltendes Handelsrecht. Unter Ägide der WTO wurden so in der Vergangenheit zahlreiche Zölle und Subventionen abgebaut und Handelsbeziehungen international harmonisiert.

    www.wto.org


    Zertifizierungssystem

    Ein Zertifizierungssystem dient der externen Prüfung und Bestätigung der Einhaltung festgelegter Regeln oder Standards. Gegenstand der Prüfung können Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren sein. Im Normalfall besteht ein Zertifizierungssystem aus einem Standard bzw. einer Norm, einem Prüfsystem, welches das Überprüfungs-Verfahren festgelegt, und einem Akkreditierungssystem, das die Unabhängigkeit der Prüfer sicherstellt. Wird in der Prüfung nachgewiesen, dass die Regeln erfüllt werden, so erfolgt die Ausstellung eines Zertifikats. Typische Zertifizierungssysteme im Bereich Nachhaltigkeit sind ISO 9001 für Qualitätsmanagement, ISO 14001 und EMAS für Umweltmanagement, SA8000 für Sozialmanagement oder Forest Stewardship Council (FSC) für nachhaltige Waldbewirtschaftung.



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