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15.07.2009

Zwischenbericht zur nationalen CSR-Strategie verabschiedet

Breites Bündnis für eine nachhaltige Unternehmensführung

Das Bundeskabinett hat heute den vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales vorgelegten Zwischenbericht zur Entwicklung einer nationalen CSR-Strategie beschlossen. Im Rahmen der CSR-Strategie soll Anfang 2010 der "Aktionsplan CSR in Deutschland" verabschiedet werden. CSR (Corporate Social Responsibility) bezeichnet die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung durch Unternehmen - über gesetzliche Anforderungen hinaus. Gemeint sind vor allem Unternehmen, die ihr Kerngeschäft nach sozial und ökologisch nachhaltigen Regeln gestalten. Gerade in der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise ist die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen besonders gefordert.

Dazu erklärt der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Olaf Scholz:

"In der Krise liegt die Chance, eine Umstrukturierung der Wirtschaftswelt hin zu mehr Nachhaltigkeit zu vollziehen. Eine nachhaltige Unternehmensführung im Kerngeschäft hat nicht nur einen hohen gesellschaftlichen Wert, sondern stärkt auch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Deshalb ist es gut, dass die Bundesregierung mit ihrem CSR-Zwischenbericht deutlich macht: Wir sind auf der Seite von Unternehmen, die soziale und ökologische Verantwortung übernehmen und unterstützen dieses Engagement."

Mit der CSR-Strategie verfolgt die Bundesregierung zwei Ziele: Erstens die Förderung von CSR durch die Erhöhung der Sichtbarkeit in der breiten Öffentlichkeit und dadurch die Schärfung des deutschen CSR-Profils im In- und Ausland. Zweitens geht es darum, zu einer sozialen und ökologischen Gestaltung der Globalisierung beizutragen.

Die CSR-Strategie entwickelt das BMAS seit Anfang 2009 zusammen mit einem Beratungsgremium, dem nationalen CSR-Forum. Die 44 Mitglieder des Forums bilden die unterschiedlichen Akteursgruppen ab, die sich um die Förderung von gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen kümmern. Sie kommen aus Unternehmen, Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Internationalen Organisationen und Bundesressorts.

Das nationale CSR-Forum hat sich auf sechs prioritäre politische Handlungsfelder verständigt. Bis zum Ende des Jahres werden konkrete Maßnahmen und Instrumente zu ihrer Umsetzung erarbeitet. Es geht dabei um die Förderung der Verbreitung von CSR vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen, die Glaubwürdigkeit und Sichtbarkeit von CSR, die Stärkung von CSR in internationalen Zusammenhängen und die Einbeziehung des Themas in Bildung, Ausbildung und Forschung sowie um die Schaffung eines CSR-förderlichen Umfeldes. Schließlich soll auch geklärt werden, wie CSR dazu beitragen kann, die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen.

Der Abschlussbericht zur nationalen CSR-Strategie "Aktionsplan CSR in Deutschland" soll Anfang 2010 im Bundeskabinett verabschiedet werden. Über die Fortschritte bei der Entwicklung und Umsetzung des "Aktionsplans CSR in Deutschland" soll regelmäßig mindestens einmal pro Legislaturperiode in einem CSR-Report berichtet werden. 


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