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Leitsätze und Instrumente

Weitere Instrumente

Zu diesen internationalen Leitsätzen kommen weitere internationale Instrumente: Die Leitfäden der Global Reporting Initiative helfen, Nachhaltigkeits- und CSR-Berichte von Organisationen aller Branchen zu verbessern und vergleichbarer zu machen.

Global Reporting Initiative (GRI)

Die GRI-Richtlinien sind ein weltweit anerkannter Leitfaden für die CSR-Berichterstattung von Unternehmen und damit Beispiel für eine erfolgreiche nicht-staatliche Initiative. Sie basieren auf einer standardisierten Darstellung der ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Performance der berichtenden Unternehmen und zielen damit auf eine internationale Vergleichbarkeit ihrer CSR-Aktivitäten.

Die Global Reporting Initiative wurde 1997 durch die „Coalition of Environmentally Responsible Economies“ (CERES) in Partnerschaft mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gegründet. Nach einer ersten Pilotphase im Jahr 2000 (G1), der Optimierung der Richtlinie zum Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 2002 (G3) werden die nunmehr vorliegenden G3-Richtlinien in ihrer aktuellen Version von mehr als 1.000 Unternehmen in 60 Ländern branchenbezogen angewendet. Die Unternehmen haben die Möglichkeit auf freiwilliger Basis, Berichte über ihre CSR-Aktivitäten auf der Internetseite der GRI zu registrieren.

Gemäß der GRI-Richtlinien umfasst die Nachhaltigkeitsberichterstattung folgende Angaben:

Unternehmensprofil

  • Strategie und Analyse
  • Organisationsprofil
  • Berichtsparameter
  • Governance, Verpflichtungen und Engagement
  • Managementansatz und Leistungsindikatoren

Ökonomische Leistungsindikatoren

  • Wirtschaftliche Leistung, Marktpräsenz, mittelbar wirtschaftliche Auswirkungen
  • Organisationsweite Ziele in Bezug auf die Leistung, die für die wirtschaftlichen Aspekte relevant ist
  • Firmenrichtlinien

Ökologische Leistungsindikatoren

  • Angaben zu ökologischen Aspekten wie Emissionen, Abwasser und Abfall, Energie, Biodiversität
  • Organisationsweite Ziele in Bezug auf die Leistung, die für die ökologischen Aspekte relevant ist
  • Monitoring und Nachverfolgung

Gesellschaftliche Leistungsindikatoren

  • Arbeitspraktiken und menschenwürdige Beschäftigung
  • Menschenrechte
  • Gesellschaft
  • Produktverantwortung

Derzeit entwickelt die GRI die vierte Generation der Richtlinien. Dazu beteiligt sie erneut die relevanten Stakeholderkreisen durch u.a. Online-Umfragen.

Kontakt:

Global Reporting Initiative
PO Box 10039
1001 EA Amsterdam
Niederlande
E-Mail: info@globalreporting.org
http://www.globalreporting.org

ISO 26000: Leitfaden für gesellschaftliche Verantwortung von Organisationen

Die Globalisierung vernetzt Unternehmen, Organisationen, Menschen, Produkte und Dienstleistungen immer enger. Welche Anforderungen stellt das an unser Handeln, unser Verhalten? Können wir die Folgen unseres Tuns richtig abschätzen? Handeln wir gesellschaftlich/sozial verantwortlich?

Mit der internationalen Norm ISO 26000 wurde erstmalig ein Leitfaden geschaffen, der es Organisationen, Unternehmen, öffentlichen Institutionen weltweit ermöglicht, ihre gesellschaftliche Verantwortung, oder „social responsibility“ (SR), systematisch zu identifizieren und priorisieren. Die ISO 26000 enthält ein umfassend angelegtes System zur Herangehensweise an das komplexe Thema „social responsibility“ und schließt dabei Lücken.

Mit diesem Leitfaden wird ein einheitlicher Standard gesetzt, der sich durch einen ausgesprochen flexiblen Ansatz auszeichnet. In der Anwendung der ISO 26000 sind jedoch Bestrebungen nicht auszuschließen, die Norm nicht nur als Leitfaden, sondern unzulässigerweise auch als zertifizierbaren Standard zu verwenden. Deshalb haben die Spitzenverbände der Deutschen Wirtschaft, BDA, BDI, ZDH und DIHK, gemeinsam mit den beteiligten Bundesressorts eine gemeinsame Stellungnahme zur Nichtzertifizierung der Norm formuliert, die klarstellen soll, dass die ISO 26000 nicht als Bezugsrahmen für Zertifizierungen dienen soll.