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Dialogformat

Teammeeting.
Quelle:  iStock

Menschenrechtsbezogene Herausforderungen in Liefer- und Wertschöpfungsketten sind häufig komplex und vielschichtig. Ursachen sind oft strukturell und erfordern den gemeinsamen Einsatz verschiedener Akteure einer Branche, um Verbesserungen zu erreichen. Die Branchendialoge werden deshalb als ein partizipativer Multi-Stakeholder-Prozess durchgeführt, an dem Unternehmen, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen mitwirken.

Die Dialoge gliedern sich in vier Phasen, die von Expert*innen im Bereich Wirtschaft und Menschenrechte moderiert und fachlich begleitet werden:

  1. Phase: Dialogvereinbarung schließen. Zu Beginn wird zwischen allen Akteuren eine Dialogvereinbarung geschlossen. Sie schafft die Grundlage für einen erfolgreichen Dialog und enthält verbindliche und transparente Vereinbarungen zu Zielsetzung, Rollen, Abläufen, Zusammenarbeit und Arbeitsergebnissen.
  2. Phase: Arbeitsschwerpunkte identifizieren. Unter Einbeziehung aller relevanten Stakeholder wird gemeinsam entschieden, welche Themen im Rahmen der Dialoge bearbeitet werden sollen. Maßgeblich hierfür sind die jeweils branchenspezifischen Bedarfe und Realitäten der Unternehmen.
  3. Phase: Handlungsanleitungen erarbeiten. Auf Basis der identifizierten Themen werden Handlungsanleitungen und Best-Practice-Beispiele zu menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten erarbeitet. Maßgeblich hierfür sind die jeweils branchenspezifischen Bedarfe und Realitäten der Unternehmen.
  4. Phase: Umsetzung beginnen. Die erarbeiteten Handlungsanleitungen werden in der betrieblichen Praxis erprobt. Unternehmen tauschen sich regelmäßig über wichtige Lernerfahrungen aus. Fortschritte und Lernerfahrungen werden exemplarisch anhand von Praxisbeispielen aufzeigt.

Die Dialoge werden von Beginn an so konzipiert, dass sich daraus eine vertiefte Zusammenarbeit in den jeweiligen Branchen entwickeln kann (z.B. Einflussmöglichkeiten durch gemeinsame Projekte vergrößern, Gründung neuen Brancheninitiativen).

Das Gelingen der Dialoge hängt maßgeblich von der Unterstützung und Beteiligung der relevanten Stakeholder in den jeweiligen Branchen ab. Sie sind gefordert, die Dialoge konstruktiv zu begleiten und aktiv mitzugestalten.