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Zielsetzung

Frauen auf einer Teeplantage.
Quelle:  iStock

Deutsche Unternehmen sind durch ihre starke wirtschaftliche Einbindung in weltweite Beschaffungs- und Absatzmärkte in besonderem Maße mit menschenrechtlichen Herausforderungen konfrontiert. Dabei treten je nach Größe, Branche und Position in den Liefer- und Wertschöpfungsketten unterschiedliche Risiken auf. Die Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht ist daher für jedes Unternehmen ein individueller, fortlaufender und langfristiger Prozess, bei dem sich viele praktische Fragen stellen:

  • Welche Anforderungen stellt die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht an Unternehmen und wie können diese in Unternehmenskultur und -prozesse integriert werden?
  • Wie lassen sich systematisch menschenrechtliche Risiken identifizieren und wirkungsvolle Maßnahmen ergreifen, um diesen Risiken vorzubeugen oder sie zu mindern?
  • Wie können Beschwerdemechanismen effektiv ausgestaltet werden und wie ist mit Beschwerden angemessen umzugehen?
  • Welche Chancen bieten Branchenkooperationen angesichts begrenzter Ressourcen, mangelnder Transparenz oder geringer Einflussmöglichkeiten?

NAP-Branchendialoge unterstützen Unternehmen in Branchen mit besonderen menschenrechtlichen Herausforderungen, sich diesen und weiteren Fragen zu stellen. Sie helfen Unternehmen dabei, gemeinsam Schwierigkeiten bei der betrieblichen Umsetzung zu identifizieren und Lösungsansätze zu erarbeiten. Ergebnis dieses Prozesses sind unter anderem Handlungsanleitungen und Best-Practice-Beispiele, die Orientierung bieten und in der Praxis erprobt werden.

Die Dialoge sollen bewirken, dass mehr Unternehmen in Branchen mit besonderen menschenrechtlichen Herausforderungen die Anforderungen des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) angemessen umsetzen. Dadurch leisten sie einen Beitrag, um die menschenrechtliche Lage in globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten zu verbessern. Zugleich stärken die Dialoge die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen vor dem Hintergrund weltweit steigender menschenrechtlicher Sorgfaltsanforderungen.