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Menschenrechte in globalen Lieferketten

Teeblätter werden von Menschen geerntet und verarbeitet. Auf Teeplantagen, die deutsche Unternehmen beliefern, kommt es immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen. Konsument*innen, die sich vorab informieren, können zur Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards in der Wertschöpfungskette beitragen.

Die Frage "Wie viele Menschenrechte stecken in Ihrem Tee?" ist auf einer Teedose zu sehen.

Ob Hungerlöhne, Mangelernährung oder unzureichende Hygienebedingungen: Auf vielen Teeplantagen, die deutsche Supermärkte und Teeunternehmen beliefern, herrschen oft menschenunwürdige Arbeitsbedingungen. Besonders katastrophal ist die Situation im indischen Bundesstaat Assam. Gemeinsam mit China liefert Indien mehr als die Hälfte der Tees, die in Deutschland getrunken werden.

Wer sich vor dem Kauf über die Produktionsbedingungen informiert, hilft aktiv mit, Menschenrechte zu stärken. Wertvolle Orientierung bietet zum Beispiel die Initiative www.siegelklarheit.de. Das Online-Portal erläutert die wichtigsten Umwelt- und Sozialsiegel – auch für den Bereich der Lebensmittel – und unterstützt Verbraucher*innen so beim nachhaltigen Einkauf.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) möchte Unternehmen verpflichten, mehr Verantwortung für die Bedingungen zu übernehmen, untern denen sie weltweit produzieren lassen. Ein gesetzlicher Rahmen schützt Menschenrechte in globalen Lieferketten und schafft zugleich verlässliche Rechts- und Handlungssicherheit für Unternehmen.