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"Achtung, Menschenrechte!"

Die Illustration Achtung, Menschenrechte! zeigt Arbeiter auf einer Rose. Dabei stehen die Fragen: Unterdrückte Gewerkschaften? Zwangsumsiedlung? Krank durch Pestizide?

Illustration Achtung, Menschenrechte!

Hinter jedem Produkt steckt die Arbeit von Menschen.

Die meisten der in Deutschland verkauften Rosen werden nicht in Europa angebaut – viele Blumen stammen aus afrikanischen Ländern wie Kenia und Äthiopien.

Unternehmen tragen die Verantwortung, beim Einkauf von Agrarprodukten entlang ihrer Lieferketten auf die Einhaltung der Menschenrechte zu achten – in den Anbauländern wie in Deutschland.

Gefährdet etwa die Anpflanzung die Grundwasserversorgung der Bevölkerung vor Ort? Werden die Arbeiterinnen und Arbeiter existenzsichernd entlohnt? Müssen Menschen für die Errichtung von Großplantagen ihre Heimat aufgeben? Sind die Feldarbeiterinnen und Feldarbeiter ausreichend vor Gesundheitsgefahren – zum Beispiel beim Einsatz von Pestiziden – geschützt? Haben sie die Möglichkeit, sich gewerkschaftlich zu organisieren?

Diesen und weiteren Fragestellungen müssen sich deutsche Unternehmen aktiv stellen.

Mit dem Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) möchte die Bundesregierung den Menschenrechtsschutz in globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten verbessern. Im Aktionsplan wird neben der Schutzpflicht des Staates klar die Verantwortung von Unternehmen benannt.