CSR Allgemein

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Nationaler Aktionsplan gegen Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit (NAP A/Z)

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Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG)

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Branchendialog Lebensmitteleinzelhandel und Ernährungsindustrie

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Fortführung des Branchendialogs Publikation „Potenzielle menschenrechtliche Risiken entlang der Liefer- und Wertschöpfungsketten. Ausgewählte Sparten der deutschen Energiewirtschaft“ Minimierung negativer Auswirkungen des Bauxitabbaus in Guinea Risikoprävention beim Bau und Betrieb energiewirtschaftlicher Infrastruktur
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Lieferkettengesetz: These trifft Praxis adidas AG Alnatura GmbH BMW Group Dibella GmbH elobau GmbH Frosta GEPA – The Fair Trade Company Haas & Co. Magnettechnik hessnatur Mercedes-Benz Group AG MVG Medienproduktion und Vertriebsgesellschaft Porsche AG Rapunzel REWE Group Studiosus Tchibo Thomas Becker – Atelier für Schmuck Vattenfall
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Globale Herausforderungen

iStock/thitivong

Die industrielle Entwicklung und die Globalisierung der Wirtschaft bieten der Menschheit vielfältige Chancen, die Welt zum Positiven zu gestalten. Jedoch gehen diese Prozesse bisweilen mit negativen Begleiterscheinungen einher, die sowohl das soziale Miteinander innerhalb der Weltgemeinschaft, als auch die Erhaltung einer intakten Umwelt betreffen.

Dazu gehören Verteilungsungerechtigkeiten, Armut und Menschenrechtsverletzungen ebenso wie der Verlust der biologischen Vielfalt, die Degeneration von Böden und Gewässern oder der Klimawandel. Ökologische und soziale Folgeschäden verstärken sich dabei wechselseitig: Umweltschäden tragen zur Verschärfung von Armut und Hunger bis hin zur Ausweitung von bewaffneten Konflikten bei. Armut als soziale Auswirkung kann wiederum zu ökologischen Schäden führen, zum Beispiel durch die ineffiziente Nutzung von Energieträgern oder den unsachgemäßen Umgang mit industriellem Müll und Schadstoffen.

Firmen können die Entwicklungen positiv beeinflussen

Politik, Zivilgesellschaft und Konsumenten können die weltweiten Probleme nicht allein bewältigen. Wenn Unternehmen Verantwortungsbewusstsein für die Auswirkungen ihrer Aktivitäten zeigen, unterstützen sie die Lösung solcher globaler Herausforderungen. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) untersucht seit 1992 die "Welt im Wandel". Seine Berichte zeigen am Beispiel der ökologischen Risiken deutlich, dass sich die steigenden Herausforderungen des globalen Wandels – wie etwa Hochwasser- und Dürrekatastrophen, die Verringerung der globalen Artenvielfalt oder die Versauerung der Weltmeere – nur durch internationale und transdisziplinäre Zusammenarbeit bremsen lassen.

Um die globalen Herausforderungen gemeinsam anzugehen, verabschiedeten die Vereinten Nationen im September 2015 die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung – die Sustainable Development Goals (SDGs). Sie gelten von 2016 bis 2030 für alle Länder und streben deutliche Verbesserungen für wirtschaftlichen Wohlstand, soziale Teilhabe und ökologische Balance an. Dazu gehören die Beendigung von Hunger, Armut, Krieg, Abholzung und Wüstenbildung. Durch ihre weltweite Verbreitung unterscheiden sich die SDGs von den Millenniums-Entwicklungszielen (MDGs). Diese konzentrierten sich von 2000 bis 2015 auf die Entwicklungsländer. Nun fördert die Weltgemeinschaft mit den SDGs ein umfassenderes Verständnis für globale Zusammenhänge, denn Aufgaben wie Klimaschutz, Gerechtigkeit oder verantwortungsvoller und nachhaltiger Konsum können gerade auch in den Industrieländern nachhaltige Innovationen hervorbringen.

Die Globalisierung kann nachhaltige Geschäftsmodelle verbreiten

Die Europäische Union (EU) profitiert besonders vom offenen Handel: Die EU ist mit 15 Prozent Anteil am globalen Warenverkehr nach den USA die zweitgrößte Handelsmacht. Der deutschen Wirtschaft kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Als weltweit drittgrößter Exporteur sowie als drittgrößter Importeur von Waren besitzt sie die Pflicht, auf nachhaltige Lieferketten und gute Arbeitsbedingungen hinzuwirken.

Vor allem die Produkte und Dienstleistungen selbst sind dabei Teil der Lösung. So wird es immer bedeutender, wie ein Produkt entsteht und ob Unternehmen bei der Herstellung Ressourcen schonen und internationale Arbeits-und Sozialstandards sicherstellen. Unternehmen können mit ihren Aktivitäten die Menschenrechtssituation weltweit positiv und nachhaltig beeinflussen − das Bewusstsein hierfür wächst stetig.

Immer mehr Firmen setzen mit nachhaltigen Innovationen Maßstäbe. Diese Innovationen können dabei eine noch größere Wirkung entfalten, wenn sie eine hohe Verbreitung finden. Daran können sich Firmen proaktiv beteiligen, indem sie schon in der Konzeptionsphase darauf achten, dass Produkte und Dienstleistungen auch Verbraucher*innen mit niedrigerer Kaufkraft zugänglich gemacht werden. Dazu gehört auch eine Auseinandersetzung mit Marketingstrategien. Indem Unternehmen beispielsweise bewusst die Vorteile langlebiger oder wiederverwertbarer Produkte gegenüber Einweg- und Wegwerfware betonen, fördern sie außerdem die Auseinandersetzung der Verbraucher*innen mit ihrem eigenen Konsumverhalten und tragen dazu bei, nachhaltige Konsummuster zu befördern.

Fazit: Mit nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen stärken Unternehmen gleichzeitig ihr Wirtschaftsumfeld in der Region und eröffnen neue Märkte, Mitarbeiterpotenziale und Geschäftsfelder. Firmen haben aber auch die Möglichkeit, die regionale Nachhaltigkeit in ihren jeweiligen Heimatregionen zu unterstützen: Gute Arbeitsplätze, Naturschutz, Jugendhilfe, Sport- oder Musikförderung ermutigen Menschen vor Ort, zu den globalen Zielen beizutragen.

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