Kreislaufwirtschaft und Biodiversität: Zwei Preisträger*innen zeigen, wie Zusammenarbeit gelingt
Kreislaufwirtschaft, Artenvielfalt, gesunde Böden – diese Aufgaben enden nicht am eigenen Werkstor. Wer sie lösen will, braucht Partner: Lieferanten, Kundschaft, Landwirtschaftsbetriebe, Wissenschaft, das eigene Team. Zwei Preisträger*innen des CSR-Preises 2025 erklären im Interview, wie dieser Dialog gelingt, welchen wirtschaftlichen Nutzen er bringt und was andere davon lernen können.
Das Burwinkel Kunststoffwerk fertigt technische Bauteile aus Rezyklaten, unter anderem aus aufbereiteten Getränkekisten aus der Region. Damit Materialkreisläufe funktionieren, setzt das Familienunternehmen auf Austausch in alle Richtungen: Mit regionalen Recyclingbetrieben stimmt es die Materialqualität ab, mit der Kundschaft arbeitet es nach dem Prinzip „Design for Recycling". Verbesserungsvorschläge kommen aus internen Arbeitsgruppen. Das senkt Kosten und CO₂ gleichzeitig.
„Transparenz ist keine Schwäche“
Interview mit Sandra Burwinkel, Nachhaltigkeitsbeauftragte des Burwinkel Kunststoffwerks.
Ohne Bestäuber keine Konfitüre: Mit ihrer Initiative „bee careful" fördern die Schwartauer Werke seit 2014 die Artenvielfalt auf den Feldern ihrer Partnerbetriebe. Mit Naturschutzorganisationen hat das Unternehmen geprüft, welche Maßnahmen wirken, mit den Landwirtschaftsbetrieben entwickelt es, was zum jeweiligen Hof passt. Für Blühstreifen, Hecken und begrünte Fahrgassen gibt es einen finanziellen Ausgleich. Resiliente Böden und mehr Insekten sollen am Ende auch den Betrieben nützen.
„Wir wollen die Höfe nicht komplett umkrempeln“
Interview mit Julia Schäfer, Nachhaltigkeitsmanagerin bei den Schwartauer Werken.
Der CSR-Preis geht in die nächste Runde
Anfang 2028 wird der CSR-Preis der Bundesregierung erneut verliehen, Schirmherrin ist Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas. Bewerben können sich Unternehmen jeder Größenordnung von November 2026 bis März 2027 – die Teilnahme ist kostenfrei.