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Nationaler Aktionsplan gegen Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit (NAP A/Z)

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Branchendialog Lebensmitteleinzelhandel und Ernährungsindustrie

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Fortführung des Branchendialogs Publikation „Potenzielle menschenrechtliche Risiken entlang der Liefer- und Wertschöpfungsketten. Ausgewählte Sparten der deutschen Energiewirtschaft“ Minimierung negativer Auswirkungen des Bauxitabbaus in Guinea Risikoprävention beim Bau und Betrieb energiewirtschaftlicher Infrastruktur
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Lieferkettengesetz: These trifft Praxis adidas AG Alnatura GmbH BMW Group Dibella GmbH elobau GmbH Frosta GEPA – The Fair Trade Company Haas & Co. Magnettechnik hessnatur Mercedes-Benz Group AG MVG Medienproduktion und Vertriebsgesellschaft Porsche AG Rapunzel REWE Group Studiosus Tchibo Thomas Becker – Atelier für Schmuck Vattenfall
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Startseite Umsetzung Dialogreihe #FaireLieferketten

Workshop 1 zum Einsatz von digitalen Tools im Sorgfaltsprozess

Die Ergebnisse am 3.12.2024 in Leipzig

BMAS/BMWK

Im ersten Workshop der Dialogreihe #FaireLieferketten wurde der Einsatz digitaler Tools in Sorgfaltsprozessen thematisiert. Für viele Unternehmen sind sie nicht mehr wegzudenken: Digitale Tools sorgen für Erleichterung bei der Datenverwaltung, Dokumentation, Recherche von Risikoindizes und landes- und branchenspezifischen Informationen und der Kommunikation mit Zulieferern. Zugleich bleiben manche Lösungen hinter den Potenzialen zurück.

Im Folgenden haben wir die wesentlichen Ergebnisse des Workshops zusammengestellt:

Chancen – Effizienz und Skalierbarkeit, Reduktion von Komplexität, vereinfachte Dokumentation und mobile Beschwerde-Apps

  • IT-Tools ermöglichen die automatisierte Erfassung und Analyse großer Datenmengen und helfen, Risiken systematischer zu identifizieren. Sie helfen -teils durch automatisierte Berichtssysteme- die regulatorischen Anforderungen effizienter zu erfüllen.
  • Digitale Lösungen können die Nachverfolgbarkeit von Produkten und Rohstoffen erleichtern.
  • Mobile Beschwerdesysteme bieten potenziell Betroffenen eine niedrigschwellige Möglichkeit, Probleme zu melden.

Einsatzfelder

  • Tools werden insbesondere im Zuge der Risikoanalyse eingesetzt. Durch Auswertung von öffentlich zugänglichen Daten kann eine "Heat-Map" für die abstrakte Risikoanalyse erstellt werden.
  • Zur konkreten Risikoanalyse bieten Tools Abfragen über Selbstauskünfte (z.B. Fragebögen) und den Upload von Dokumenten (z.B. Codes of Conduct). Hier ist jedoch der risikobasierte Ansatz und die Qualität der Daten zu beachten. Anstatt alle Zulieferer alles zu fragen, sollten ausgewählte Zulieferer zu bestimmten Themen befragt werden.
  • Insgesamt ist zu beachten, dass die Tools in den Sorgfaltsprozess des Unternehmens eingebettet werden, diesen aber nicht vollständig

Herausforderungen

  • Viele Tools bringen Transparenz in die Lieferketten, decken jedoch nur bestimmte Stufen ab. Häufig fehlt es an guten Daten für besonders risikobehaftete Zulieferer, insbesondere in der tiefen Lieferkette.
  • Die Vielzahl an IT-Lösungen führt dazu, dass Datenformate und Bewertungsmethoden nicht immer kompatibel bzw. interoperabel sind.
  • Die Verarbeitung sensibler Lieferketteninformationen birgt Risiken beim Datenschutz, insbesondere, wenn Daten über Dritte oder Plattformanbieter verwaltet werden. Unternehmen sollten darauf achten, datensparsam und risikobasiert vorzugehen.
  • Informationen durch Selbstauskünfte sollten durch ergänzende Schritte plausibilisiert werden.
  • IT-Tools liefern oft nur Rohdaten. Die Umsetzung in konkrete Maßnahmen liegt in der Verantwortung des Unternehmens.

Tipps für die Tool Auswahl

  • Die Datenquellen sind transparent und nachvollziehbar.
  • Die Herkunft und Qualität der Datenquellen sind überprüfbar.
  • In den Fragebögen wird risikobasiert eher nach Verfahren und Prozessen gefragt, wie Risiken erkannt und minimiert werden sollen. Statt unmittelbarer Fragen an Zulieferer wie "Haben Sie Kinderarbeit?" werden aufschlussreichere Fragen gestellt wie z.B. “Wird das Mindestalter bei Einstellung kontrolliert?”
  • Die IT-Anwendung ist interoperabel und lässt sich gut in bestehende Managementsysteme integrieren. (Anmerkung: Standards für Datenaustausch und Kompatibilität zwischen verschiedenen Systemen sollten zu mehr Interoperabilität beitragen. Open-Source-Tools oder kooperative Plattformen können den Zugang und die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen erleichtern).
  • Das Tool ermöglicht flexible Anwendungen und wirbt nicht mit missverständlichen Compliance-Versprechen.
  • Kosten werden nicht einseitig auf Zulieferer abgewälzt.

Das Workshop-Programm im Rückblick

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