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CSR-Berichtspflicht beginnt zu wirken: Unternehmen setzen sich systematischer mit Nachhaltigkeitsrisiken auseinander

31. Juli 2018

Seit diesem Jahr sind bestimmte große, v.a. kapitalmarktorientierte Unternehmen erstmals dazu verpflichtet, auch über nichtfinanzielle Aspekte zu informieren – etwa über Maßnahmen zur Achtung von Menschenrechten oder zum Umwelt- und Klimaschutz. Eine Unternehmensbefragung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der Unternehmensinitiative Future zeigt nun, dass die CSR-Berichtspflicht zu wirken beginnt. 57 von 100 befragten Unternehmen gaben an, sich seither systematischer als zuvor mit den Nachhaltigkeitsrisiken ihrer Geschäftstätigkeit auseinanderzusetzen.

Immer mehr Unternehmen stellen sich darauf ein, dass Transparenz in Sachen Umwelt- und Sozialbelangen zu den Standards guter Unternehmenskommunikation gehört, erläutert Projektleiter Christian Lautermann vom IÖW die Ergebnisse.

Außerdem verdeutlicht die Befragung, dass die Unternehmen zunehmend positiv zu der Maßnahme eingestellt sind: Während viele Unternehmen eine verpflichtende CSR-Berichterstattung in der Vergangenheit eher ablehnten, stehen nun etwa 80 Prozent der befragten Unternehmen der CSR-Berichtspflicht positiv gegenüber.