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Praxisbeispiele

Kontrolleure in einer Produktion.
Quelle:  iStock

Die angemessene Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht ist für jedes Unternehmen ein fortlaufender, langfristiger und individueller Prozess. Gleichzeitig stellen sich dabei aber ähnliche Fragen: Was sind erste sinnvolle Schritte, um entsprechende Prozesse einzuführen? Welche Herausforderungen stellen sich dabei? Wie kann man diesen Herausforderungen begegnen?

Die folgenden Beispiele zeigen, wie Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen den Anforderungen der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht begegnen, welche Lösungsansätze sie entwickeln und wie sie diese in der betrieblichen Praxis umsetzen.

Mit den Portraits beabsichtigt die Bundesregierung keine Bewertung, ob die dargestellten Unternehmen und ihre Maßnahmen den NAP-Anforderungen entsprechen. Ziel ist vielmehr, die Machbarkeit eines menschenrechtsbezogenen Risikomanagements zu zeigen und Unternehmen Inspiration für die eigene Umsetzung zu bieten.

BMW Group

Der Ansatz, den die BMW Group zur Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht verfolgt, bindet verschiedene Abteilungen im Unternehmen ein, um Menschenrechtsfragen ganzheitlich in der strategischen Ausrichtung zu berücksichtigen.

Daimler

Daimler hat mit dem Human Rights Respect System (HRRS) einen unternehmenseigenen Menschenrechtsansatz entwickelt, der die Achtung der Menschenrechte an Unternehmensstandorten sowie in den Lieferketten fördert.

Dibella GmbH

Die Dibella GmbH gilt als Pionierin für Zusammenarbeit und Engagement in der Textil-Lieferkette und entwickelt gemeinsam mit lokalen Partnern Herstellungs- und Arbeitsstandards, die eine sozial faire und ökologische Produktion ermöglichen.

GEPA – The Fair Trade Company

Die GEPA Fair Trade Company gilt als Pionierin für einen fairen Welthandel. Durch einen umfangreichen Maßnahmenkatalog und enge Partnerschaften zu Lieferanten ist es dem Unternehmen gelungen, die Wertschöpfungskette nachvollziehbar offenzulegen.

Haas & Co. Magnettechnik

Das Familienunternehmen Haas & Co. Magnettechnik entwickelte gemeinsam mit Geschäftspartnern Präventivmaßnahmen in der eigenen Lieferkette, um negativen Auswirkungen auf Menschenrechte entgegenzuwirken.

MVG Medienproduktion und Vertriebsgesellschaft

Die MVG Medienproduktion und Vertriebsgesellschaft wählt als kleines Unternehmen seine Zulieferer so aus, dass menschenrechtliche Kontrollmechanismen dem Einkauf vorgelagert sind.

Porsche AG

Das Ziel der Porsche AG ist es, mit seinem Lieferkettenmanagement neue Standards zu setzen. Mehrstufige Bewertungsmodelle, der Einsatz von Blockchain-Technologien und Künstlicher Intelligenz sowie ein enger Austausch mit Stakeholdern fördern Transparenz und Nachhaltigkeit in der eigenen Lieferkette.

Rapunzel

Der Bio-Pionier Rapunzel, der seit den 1970er Jahren vegetarische Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft herstellt, hat von Beginn an auch menschenrechtliche Aspekte der Unternehmenstätigkeit mitgedacht.

REWE Group

Seit 2008 arbeitet die REWE Group daran, in den eigenen Lieferketten Fairness sicherzustellen, Kinderarbeit zu verhindern und existenzsichernde Einkommen zu gewährleisten. Mit umfassenden Maßnahmen das Unternehmen die aktuellen Herausforderungen offensiv angehen und höhere Standards im Lieferkettenmanagement der gesamten Lebensmittelbranche setzen

Studiosus

Der Reiseveranstalter Studiosus hat bei seinem Engagement für umweltfreundliches und sozial verträgliches Reisen immer auch die Menschenrechte in Zielländern im Fokus, z.B. bei der Planung der Reiserouten.

Tchibo

Tchibo hat das Lieferanten-Qualifizierungsprogramm WE entwickelt, um die Einhaltung von Sozialstandards sicherzustellen und die Arbeitsbedingungen in Fabriken in Schwellen- und Entwicklungsländern dauerhaft zu verbessern.

Thomas Becker – Atelier für Schmuck

Der Goldschmied Thomas Becker hat für sein Schmuckatelier ein ganzheitliches Nachhaltigkeitskonzept entwickelt, das als einen zentralen Punkt die faire, sozial und ökologisch verträgliche Materialbeschaffung umfasst.

Die Inhalte der Texte wurden vom BMAS nicht auf ihre Richtigkeit überprüft. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben übernimmt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) daher keine Gewähr.