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Lieferkettengesetz

Fußball-EM 2024 in Deutschland soll Heimspiel für Menschenrechte werden

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Bundesminister Hubertus Heil zusammen mit Turnierdirektor Philipp Lahm und Célia Šašić, Botschafterin der UEFA EURO 2024.

Am 14. Juni startet in München die UEFA EURO 2024. Unter dem Motto der Bundesregierung "Heimspiel für Europa" und dem Turnierclaim "United by football. Vereint im Herzen Europas" soll die UEFA EURO 2024 ein großes Fußballfest werden und zugleich neue Maßstäbe bei der Nachhaltigkeit von Sportgroßveranstaltungen setzen - sozial, ökologisch und auch ökonomisch. Im Nachhaltigkeitskonzept zur UEFA EURO 2024 spielt das verantwortungsvolle Unternehmenshandeln in Lieferketten eine wichtige Rolle. Das Bundes­ministerium für Arbeit und Soziales, das sich für faire Lieferketten weltweit einsetzt, unterstützt die Turnierausrichter in einem Pilotprozess aktiv.

Veranstalter bekennen sich zum deutschen Lieferkettengesetz

Stellvertretend für die Bundesregierung haben Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesinnenministerin und Sportministerin Nancy Faeser am 14. November 2023 die Menschenrechtserklärung für die Fußball-Europameisterschaft UEFA EURO 2024 unterzeichnet. Weitere Unterzeichner sind Michele Uva (UEFA Director - Social & Environmental Sustainability), Heike Ullrich (Generalsekretärin des DFB), Andreas Mex Schär (Geschäftsführer der EURO 2024 GmbH), Franziska Becker (Staatssekretärin für Sport des Landes Berlin) als Vertreterin der Länder und Burkhard Hintzsche (Stadtdirektor von Düsseldorf) als Vertreter der Ausrichterstädte der UEFA EURO 2024.

Kurzfilm: Heimspiel für Menschenrechte

 

Die Erklärung zeigt auf, was die Umsetzung der VN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte konkret für die UEFA EURO 2024 bedeutet und benennt die individuellen Verantwortlichkeiten der Beteiligten. Ein wichtiger Teil der Menschenrechtserklärung ist das Bekenntnis der Veranstalter, sich im Sinne des deutschen Lieferkettengesetzes (LkSG) für faire Arbeits- und Lebensbedingungen weltweit einzusetzen.

Eine faire Europameisterschaft bedeutet nicht nur, dass 22 Spieler auf dem Rasen respektvoll miteinander umgehen sollten. Fairplay muss für alle Menschen gelten, die weltweit daran mitwirken, dass dieses Turnier zu einem großen Fußballfest wird. Die Turnieraus­richter der UEFA EURO 2024 haben ihre globale Verantwortung hier früh erkannt und orientieren sich freiwillig an den Grundsätzen des deutschen Lieferkettengesetzes. Die entsprechende Grundsatz­erklärung wird mit der Menschenrechtserklärung veröffentlicht. Meinem Ministerium war es wichtig, diesen Pilotprozess zu begleiten. Im Ergebnis wurde ein Standard geschaffen, der auch für nachfolgende Sportgroßveranstaltungen, nicht nur in Deutschland, ein wertvolles Erbe ist.

Turnier-Beschwerdemechanismus auch für Menschen in Lieferketten

Ein angemessenes und wirksames Beschwerdemanagement ist ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Sportgroßveranstaltung. Der Beschwerde­mechanismus muss dabei neben den Sportler*innen, Zuschauer*innen, Medienvertreter*innen und Arbeitnehmer*innen auch die Menschen berücksichtigen, die über ihre Arbeit in Lieferketten mit dem Turnier verbunden sind. Nur so können die Turnierausrichter möglichen nachteiligen menschen­rechtlichen Auswirkungen durch die UEFA EURO 2024 effektiv vorbeugen und wirksam Abhilfe schaffen.

Der Meldekanal zur UEFA EURO 2024 adressiert daher explizit auch die Beschäftigten in den Lieferketten. Wenn die beschwerdeführende Person damit einverstanden ist, kooperiert die von der EURO 2024 GmbH beauftragte Kanzlei bei der Bearbeitung des Anliegens auch mit der LkSG-Aufsichts­behörde Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

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