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Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie

Was ist die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie?

„Transformation gemeinsam gerecht gestalten" – so lautet Titel und Leitmotiv der aktuellen Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS). Sie bildet den politischen Rahmen der Bundesregierung zur Umsetzung der Agenda 2030 und der 17 Sustainable Development Goals (SDGs) in, mit und durch Deutschland. Erstmals 2002 veröffentlicht, wurde die Strategie regelmäßig fortgeschrieben, zuletzt mit der Weiterentwicklung 2025.

Ziel der Strategie ist es, nachhaltige Entwicklung in allen Politikfeldern zu verankern – ökologisch, ökonomisch und sozial – mit dem Fokus auf ein nachhaltiges, treibhausgasneutrales und umweltgerechtes Deutschland. Der Blick reicht dabei über nationale Grenzen hinaus: Deutschland unterstützt auch andere Länder bei der Umsetzung der SDGs. Politische Maßnahmen sollten zudem keine negativen Spillover-Effekte auf die SDGs anderer Staaten haben. Unter Spillover-Effekten versteht man die unbeabsichtigten Auswirkungen, die Entscheidungen und Maßnahmen eines Landes auf andere Länder haben können – beispielsweise wenn der Import bestimmter Rohstoffe in Deutschland zu Umweltschäden oder sozialen Problemen in den Herkunftsländern führt. Leitprinzip der Nachhaltigkeitspolitik ist die drei Dimensionen nachhaltiger Entwicklung (ökologisch, ökonomisch und sozial) konsequent in allen Bereichen in Einklang zu bringen. Gelungene nachhaltige Entwicklung muss demnach für heutige und zukünftige Generationen in Deutschland und weltweit wirtschaftlich leistungsfähig, sozial ausgewogen und ökologisch verträglich sein. Die absoluten äußeren Leitplanken sind dabei planetare Belastungsgrenzen und ein Leben in Würde für alle (d.h. ohne Armut und Hunger, bei gleichen Chancen zur vollen Entfaltung des eigenen Potenzials).

Aktueller Handlungsbedarf

Beim SDG-Gipfel 2023 wurde festgestellt, dass rund 85 Prozent der messbaren Unterziele der Agenda 2030 nicht auf Kurs sind. Fortschritte verlaufen stagnierend oder sogar rückläufig. Die Bundesregierung hat daher die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt, um die Anstrengungen zu bündeln, gezielt zu verstärken und die verbleibenden fünf Jahre bis 2030 maximal zu nutzen. Ziel ist es, die Umsetzung der SDGs durch klarere thematische Schwerpunkte („Transformationsbereiche") und verbindliche Maßnahmen deutlich zu beschleunigen.

Historischer Hintergrund

  • 1992: UN-Konferenz in Rio de Janeiro; Agenda 21 markiert Start globaler Nachhaltigkeitsbemühungen
  • 2002: Erste Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen
  • 2015: Agenda 2030 mit 17 SDGs verabschiedet. Deutschland verpflichtet sich zur nationalen Umsetzung
  • 2025: Beschluss der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2025 mit Fokus auf sechs Transformationsbereiche und fünf thematische Hebel, die an die Strategie vom März 2021 anknüpft.

Schwerpunkte der Strategie aus Januar 2025

Im alten Text (Stand 2021) wurde der deutsche Beitrag zu den SDGs anhand der 17 Nachhaltigkeitsziele strukturiert. In der DNS 2025 wurde sich stattdessen auf die vom Weltnachhaltigkeitsbericht (Global Sustainable Development Report, GSDR) hervorgehobenen Transformationsbereiche für die Erreichung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 konzentriert in denen großer Handlungsbedarf besteht, um die SDGs bis 2030 zu erreichen.

Neu sind zudem der Fokus auf Wechselwirkungen und Hebel, die ausschlaggebend sind, um die Transformation in allen Bereichen zu beschleunigen sowie die gesellschaftliche Beteiligung und der Dialog als zentrale Elemente bei der Strategiefortschreibung.

Die Transformationsbereiche (2025) lauten:

  • Menschliches Wohlbefinden, Fähigkeiten und soziale Gerechtigkeit
  • Energiewende und Klimaschutz
  • Kreislaufwirtschaft
  • Nachhaltiges Bauen und Nachhaltige Mobilität
  • Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme
  • Schadstofffreie Umwelt

Daneben umfasst die DNS folgende übergreifende „Hebel“ (neu hervorgehoben):

  • Gesellschaftliche Mobilisierung und Teilhabe
  • Finanzen
  • Internationale Verantwortung und Zusammenarbeit
  • Forschung, Innovation und Digitalisierung
  • Governance

Auf www.bundesregierung.de finden Sie die Publikation "Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Weiterentwicklung 2025"

Relevante Neuerungen

Grenzüberschreitende Verantwortung

Ein wichtiger neuer Aspekt ist die Vermeidung nachteiliger Wirkungen deutscher Politik im Ausland (Spillover-Effekte). Die Strategie erkennt an, dass nationale Entscheidungen globale Auswirkungen haben können und fordert eine systematische Berücksichtigung dieser Effekte.

Deutliche Betonung der sozialen Gerechtigkeit

Die Weiterentwicklung 2025 legt einen stärkeren Fokus auf den Abbau sozialer Disparitäten und die Förderung von Chancengleichheit. Die soziale Dimension der Nachhaltigkeit wird deutlicher hervorgehoben als in früheren Versionen. Es ist ein Kernanliegen der DNS, die soziale Dimension der Nachhaltigkeit in allen Transformationsbereichen weiter zu stärken und Anpassungsprozesse sozial gerecht auszugestalten.

Umsetzung und Beteiligung

Die Steuerung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie erfolgt durch das Bundeskanzleramt, das die Aktivitäten koordiniert, unter Beteiligung aller Ministerien. Das Steuerungsgremium der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist der Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung. Charakteristisch ist die starke Vernetzung verschiedener Nachhaltigkeitsakteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie die Beteiligung der Öffentlichkeit.

Eine Weiterentwicklung der DNS erfolgt einmal pro Legislaturperiode. Das Monitoring erfolgt über ein umfassendes Indikatorensystem und Nachhaltigkeitsberichte der Ressorts (sog. „Ressortberichte“). Die Indikatorenberichte und die Datenpflege des Statistischen Bundesamtes und die Berichte der Ressorts dokumentieren transparent die Entwicklung und ermöglichen die notwendigen Anpassungen.

Bedeutung für Unternehmen und Gesellschaft

Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie dient als strategischer Orientierungsrahmen für unternehmerische Nachhaltigkeitsziele und öffentliche Politik. Sie steht in engem Bezug zur nichtfinanziellen Berichterstattung (CSR-Richtlinie, CSRD).

Durch die Umsetzung der Strategie soll ein Beitrag zu einer ökologisch, ökonomisch und sozial tragfähigen Entwicklung auf allen Ebenen geleistet werden – von lokalen Gemeinschaften bis hin zur globalen Gesellschaft.