Mit der Entwicklung des NAP A/Z kommt die Bundesregierung völkerrechtlichen Verpflichtungen nach. Diese Verpflichtungen resultieren insbesondere aus dem ILO-Protokoll von 2014 zum Übereinkommen Nr. 29 über Zwangsarbeit, das die Entwicklung eines innerstaatlichen Aktionsplans zur wirksamen und dauerhaften Beseitigung von u. a. Zwangsarbeit sowie Menschenhandel vorsieht. Dieses Protokoll hat Deutschland 2019 ratifiziert.
Zudem engagiert sich Deutschland als Pathfinder-Country im Rahmen der UN-Alliance 8.7. Die Alliance 8.7 ist ein von der ILO mitinitiiertes globales Bündnis aus ILO, Partnerländern, Nichtregierungsorganisationen und Sozialpartnern, das sich im Rahmen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen verschrieben hat, das Nachhaltigkeitsziel 8.7 (SDG 8.7) zur Abschaffung von u. a. Zwangsarbeit und Menschenhandel (bis 2030) zu erfüllen.