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GEPA – The Fair Trade Company

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  • Kaffeebäuerin trinkt Kaffee

  • Bäuerin pflückt Pflanze

GEPA – The Fair Trade Company

Die Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH (GEPA) aus Wuppertal steht seit ihrer Gründung 1975 für fairen Handel von Produkten wie beispielsweise Kaffee und Schokolade. Anfangs wurde der Idealismus der GEPA und vieler anderer Aktiver aus der Fair-Trade-Bewegung eher skeptisch gesehen; heute gilt das Unternehmen als Pionier für einen fairen Welthandel. GEPA setzt Standards für würdige Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen, die an der Herstellung der angebotenen Produkte beteiligt sind. Ziel ist ein globaler Handel auf Augenhöhe. Die GEPA möchte so postkoloniale Handelsstrukturen in globalen Lieferketten aufbrechen und – wo möglich – Wertschöpfung in die Länder verlagern, in denen die Rohwaren angebaut werden.

Nachhaltige und transparente Wertschöpfungsketten durch umfangreiche Maßnahmen, enge Partnerschaften und Schulungen

Der faire Handel ist im Gesellschaftsvertrag als einziger Unternehmenszweck verankert. Heute arbeitet die GEPA nach den Grundprinzipien der World Fair Trade Organisation (WFTO) und hat dies auch im Rahmen des WFTO-Garantieprogramms überprüfen lassen. Zusätzlich arbeitet die GEPA mit fünf weiteren Zertifizierungs- und Monitoringsystemen zusammen, zum Beispiel FLO-Cert und Naturland FAIR. Die GEPA ist stolz auf ihre Jahrzehnte lange Pionierarbeit und ihre Glaubwürdigkeit. Der Aufbau transparenter und fairer Handelsbeziehungen war ein langwieriger Prozess. Durch einen umfangreichen Maßnahmenkatalog und enge Partnerschaften zu Lieferanten ist es dem Unternehmen gelungen, die Wertschöpfungskette nachvollziehbar offenzulegen. Jedes Produkt kann in seinen einzelnen Produktionsschritten zurückverfolgt und hinsichtlich sozialer und ökologischer Kriterien überprüft werden.

Die komplette Lieferkette – von den Ressourcen, der Herstellung über die Produktion bis zum Vertrieb – abbilden zu können, ist vor allem bei Schokolade ein sehr kleinteiliger Prozess. Doch jetzt können wir wirklich jeden Schritt verfolgen und transparent darstellen.

Brigitte Frommeyer, Pressereferentin der GEPA

Um die hohen Qualitätsstandards der Produkte zu gewährleisten, bietet die GEPA ihren Partner*innen umfangreiche Schulungen. Dabei lernen die Zulieferbetriebe beispielsweise Maßnahmen zur CO2-Reduktion oder zum wassersparenden Anbauverfahren kennen. Ein weiterer Schwerpunkt ist seit 2018 das Projekt "Wertschöpfung im Ursprung" am Beispiel von Röstkaffee aus Guatemala, Honduras und Ruanda. Der größte Teil der Wertschöpfung konzentriert sich auf die weiterverarbeitenden Schritte. Davon profitieren die Menschen in den Anbauländern. So kann durch Röstung beziehungsweise Veredelung von Kaffeebohnen vor Ort der erwirtschaftete Gewinn für lokale Produzent*innen deutlich steigen. Mit diesem Ansatz werden Strukturen aufgebaut, die die Lebenswelt der Menschen nachhaltig verbessern. Dabei setzt die GEPA seit jeher auf gentechnikfreie Produkte und das Prinzip "bio und fair". Insgesamt stammen 84 Prozent der Produkte aus geprüftem ökologischem Anbau und tragen damit zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft in den Anbauländern bei.

Stärkung und Weiterentwicklung des fairen Handels weltweit

Das erfolgreiche Engagement der letzten Jahrzehnte soll weiter ausgebaut werden: Mit dem Zeichen "fair +" will die Gesellschaft ein Signal setzen und den fairen Handel weiterentwickeln. Darüber hinaus ist ein verstärktes Engagement auf dem afrikanischen Kontinent geplant. Ein Beispiel ist das "Taste Fair Africa" Sortiment, das im Fachhandel erhältlich ist. Auch in Europa ist das Unternehmen aktiv: 2011 hat es beispielsweise die erste Schokolade mit fair gehandelter Milch von deutschen Produzenten ins Produktportfolio aufgenommen. Zukünftiges Ziel der GEPA ist es, den Weg des fairen Handels weiterzugehen und die eigene Marktposition zu stärken, ohne dabei die Unternehmensphilosophie zu verwässern.

Die Inhalte der Texte wurden vom BMAS nicht auf ihre Richtigkeit überprüft. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben übernimmt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) daher keine Gewähr.

GEPA – The Fair Trade Company

Branche: Groß- und Außenhandel

Besonderer Fokus auf Kernelemente menschenrechtlicher Sorgfalt:

  • Maßnahmen, um potenzielle negative Auswirkungen zu verhindern und Überprüfung der Wirksamkeit dieser Maßnahmen (NAP-Kernelement 3)
  • Berichterstattung (NAP-Kernelement 4)

Praxisbeispiele

Verschiedene Beispiele aus der Praxis zeigen, wie Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen den Anforderungen der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht begegnen, welche Lösungsansätze sie entwickeln und wie sie diese in der betrieblichen Praxis umsetzen.