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BCG-Studie: Nachhaltigkeit als wirtschaftlicher Erfolgsfaktor

6. Dezember 2017

Im Rahmen einer aktuellen Studie hat die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) den Einfluss von sozialem und ökologischem Engagement auf die wirtschaftliche Performance von Unternehmen untersucht. Die Studie "Total Societal Impact: A New Lense for Strategy" zeigt auf, wie die Integration von Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie zu einer Steigerung von Gewinnmargen und zur Minderung von Geschäftsrisiken führen kann.

Für die Studie griffen die Analysten von BCG auf Wirtschaftsdaten von über 300 Unternehmen aus verschiedensten Branchen zurück und sprachen mit rund 200 Experten aus Unternehmen und Zivilgesellschaft. Die Analysten betrachteten anhand verschiedener Kennzahlen sowie den Interviewergebnissen Zusammenhänge zwischen dem sozialen und ökologischen Profil und der wirtschaftlichen Leistung von Unternehmen.

Die Untersuchung ergab positive Zusammenhänge zwischen dem Engagement von Unternehmen im sozialen und ökologischen Bereich und ihrer wirtschaftlichen Entwicklung allgemein sowie dem Interesse von Investoren und Kunden an den jeweiligen Unternehmen. So stellten die Analysten etwa fest, dass die Integration sozialer und ökologischer Tätigkeiten in die Unternehmensstrategie und die damit einhergehende Einbindung in CSR-Netzwerke Unternehmen Türen zu neuen Märkten öffnen könne. Der nachhaltige Blickwinkel könne zudem dazu beitragen, Innovation im Unternehmen voranzutreiben und etwa kosteneffizientere Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Auch die Reduktion von Risiken wie etwa Arbeitsunfällen durch die Einführung einheitlicher Sozial- und Arbeitsstandards könne sich längerfristig vorteilhaft auf die Akquise von Kunden und Investoren auswirken.

Diese positiven Effekte führten dazu, dass bei Unternehmen mit CSR- und Nachhaltigkeitsstrategie unter sonst gleichen Marktbedingungen höhere Gewinnmargen festzustellen seien. Unternehmen, die Nachhaltigkeitsaspekte in ihre Unternehmensstrategie integriert hatten, schnitten im direkten Vergleich der wirtschaftlichen Leistung besser ab als die Konkurrenz.

Die Studie zeigt darüber hinaus, dass Mitarbeiter, Kunden, Investoren und Regierungen immer stärkeren Druck auf Unternehmen ausüben, in sozialen und ökologischen Fragen eine aktivere Rolle einzunehmen. Auch die zunehmende Verbreitung und Standardisierung von Nachhaltigkeitsberichten und der Trend zu einer transparenteren Offenlegung von Wirtschaftsdaten veranlassten Unternehmen zu einer proaktiven Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in ihre Unternehmensstrategie.