Existenzsichernde Löhne sind ein Schlüssel, um Armut und Zwangsarbeit weltweit zu bekämpfen und um nachhaltige, faire Lieferketten zu fördern. Während immer mehr Gesetze in Deutschland und Europa klare Vorgaben machen, zeigt die Praxis: Mindestlöhne oder bestehende tarifliche Regelungen liegen oft weit unter einem existenzsichernden Niveau.
Der dritte Roundtable des UN Global Compact Netzwerk Deutschland widmet sich der Frage, wie Tarifverhandlungen zur Umsetzung existenzsichernder Löhne beitragen können. Obwohl in über 170 Ländern Mindestlöhne oder vergleichbare Regelungen existieren, liegen diese häufig deutlich unter dem Niveau eines Living Wage. Um faire Löhne langfristig zu sichern, braucht es starke, gleichberechtigte Beziehungen zwischen Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innenvertretungen sowie unterstützende Rahmenbedingungen.
Im Austausch mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Politik und Zivilgesellschaft werden praxisnahe Ansätze und Herausforderungen diskutiert, die über freiwillige Einzelmaßnahmen hinausgehen und existenzsichernde Löhne strukturell verankern können.
Zielgruppe sind Unternehmen, die bereits Erfahrung mit existenzsichernden Löhnen und/oder der Zusammenarbeit mit Arbeitnehmer*innenvertretungen gesammelt haben sowie Non-Business-Expert*innen, die sich in ihrer Arbeit mit der Umsetzung und Sicherung existenzsichernder Löhne auseinandersetzen.