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Umweltschutz ist Zukunftssicherung

Umweltschutz ist Zukunftssicherung

Auf viele Unternehmen wirken sich die Folgen von Klimawandel und Umweltzerstörung unmittelbar aus: Natürliche Ressourcen werden knapper, fossile Energieträger auf lange Sicht teurer und nicht zuletzt Kunden in ihrem Konsumverhalten kritischer. Hinzu kommen regulatorische Vorschriften, die es einzuhalten gilt. Nachhaltig handelnde Unternehmen, die Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen umsetzen, übernehmen demnach nicht nur gesellschaftliche Verantwortung für den Erhalt einer intakten Umwelt. Sie investieren auch in ihre eigene Zukunftsfähigkeit.

Ressourcensparendes Verhalten hilft, Ressourcen zu erhalten und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Gleichzeitig führt die Reduktion des Energie- und Rohstoffverbrauchs in Produktion sowie Verwaltung zu Kosteneinsparungen, energieeffiziente Technologien können die Produktivität erhöhen. Zudem bieten Produkte, die während ihres gesamten Lebenszyklus möglichst wenig negative Auswirkungen auf die Umwelt haben, Verkaufsvorteile – und erfüllen die steigenden Anforderungen an eine umweltgerechte Wertschöpfungskette. Nicht zuletzt eröffnen Innovationen, die auf Grund von Umweltschutzaspekten und Regularien entstehen, neue Märkte.

Für die Koordination von Klima- und Umweltschutzmaßnahmen haben viele Unternehmen inzwischen Umweltmanagementsysteme eingeführt. Sie dienen dazu, die Schwachstellen in Unternehmen systematisch aufzudecken und zu beseitigen. Dafür beinhalten sie Regelungen zu Planung, Ausführung und Kontrolle, legen Verantwortlichkeiten, Verhaltens- und Verfahrensweisen fest. Es gibt verschiedene Systeme, nach denen sich Unternehmen zertifizieren lassen können, die bekanntesten sind die von der EU entwickelte EMAS-Verordnung und die Umweltmanagementnorm ISO 14001.

Wussten Sie schon, dass ...

  • Deutschland die Energieeffizienzstrategie 2050 (Eff-STRA) verabschiedet hat und der Primärenergieverbrauch bis 2030 um 30 Prozent und bis 2050 um 50 Prozent gesenkt werden soll (im Vergleich zu 2008)?
  • der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) 2.0 konkrete Maßnahmen zur Senkung des Endenergieverbrauchs für 2021-2030 bündelt?
  • sich das Finanzvolumen der Maßnahmen auf rund 5 Milliarden Euro zwischen 2020 und 2023 beläuft? Der Energie- und Klimafonds (EKF) ist dabei das zentrale Finanzierungsinstrument für Energiewende und Klimaschutz in Deutschland.
  • die Branche, die sich auf Energieeffizienz spezialisiert hat, zweistellige Wachstumsraten verzeichnet?
  • die Bundesregierung energetische Gebäudesanierungen und einen Umstieg auf Elektro-Fahrzeuge fördert? Das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung sorgt mit ausgeweiteten Förderprogrammen dafür, dass möglichst viele Eigentümerinnen und Eigentümer bei Bedarf schon zeitnah in Elektro-Fahrzeuge und die Modernisierung ihrer Wohnungen investieren können.

Das können Sie konkret tun:


Maßnahmen, die keine Investitionen erfordern:

  • Ersetzen Sie da, wo es möglich ist, Dienstreisen durch Videokonferenzen, Telefonate oder Emails.
  • Sensibilisieren Sie durch Schulungen Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Umweltschutz in Büro und Produktion, beispielsweise zu folgenden Fragen: Wie lüfte und heize ich richtig? Wie spare ich Papier ein? Wie reduziere ich Abfall?
  • Schließen Sie sich gemeinsamen Initiativen in der Wirtschaft an, die eine höhere Schlagkraft haben. Zum Beispiel die Initiative "Wirtschaft pro Klima" oder regionale Energie-Effizienz-Netzwerke. Nähere Informationen dazu unter: www.effizienznetzwerke.org

Maßnahmen, die geringe Investitionen erfordern:

  • Führen Sie ein Umweltmanagementsystem ein.
  • Nutzen Sie abschaltbare Steckerleisten, Geräte mit Energiesparmodi, ökozertifizierte Computer oder Laptops und Bewegungsmelder. Nutzen Sie die geförderten Energieberatungen für Mittelstandsunternehmen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
  • Installieren Sie programmierbare Thermostate.
  • Stellen Sie die Stromversorgung auf Ökostrom um.
  • Kompensieren Sie Ihren CO₂-Ausstoß durch den Erwerb von CO₂-Zertifikaten, mithilfe derer CO₂-Ausgleichsprojekte finanziert werden.

Investive Maßnahmen:

  • Nutzen Sie gezielt Beratungs- und Förderprogramme, die Sie bei der Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen unterstützen. Zum Beispiel:

  • Informieren Sie sich mit dem 'Förderwegweiser' des BAFA über die Förderangebote der Bundesregierung im Bereich Energieeffizienz.
  • Prüfen Sie in der Produktion, wo Sie den Energieverbrauch senken und gleichzeitig durch moderne, ressourcensparende Techniken die Produktivität steigern können.

Unternehmensimpulse für Klimaschutz

Steigender Meeresspiegel, langanhaltende Hitzewellen und schmelzendes Eis an den Polkappen: Die Folgen des Klimawandels sind bereits heute deutlich zu spüren. Ehrgeizige Klimaziele der Bundesregierung sind eine wichtige Grundlage, um die Folgen des Klimawandels abzumildern. Auch die Wirtschaft muss ihre Wertschöpfungsketten, Dienstleistungen und Transportwege hinterfragen. Die im Folgenden vorgestellten Unternehmen beweisen angesichts dieser Entwicklungen, dass effektiver Umweltschutz längst nicht nur ökologisch notwendig ist, sondern auch ökonomische Chancen bietet.

Aus der Co­ro­na-Kri­se für den Kli­ma­wan­del ler­nen

Durch Covid-19 sind die globalen Treibhausgasemissionen erheblich gesunken. Doch was bedeutet Corona für die Klimaziele von Unternehmen und wie kann die deutsche EU-Ratspräsidentschaft dazu beitragen, die Gesundheitskrise umweltfreundlich zu bewältigen?