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Information und Beratung

Beratungssituatuion.

Zur Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht stellen unterschiedliche Organisationen Informationen für Unternehmen bereit. Außerdem beraten sie bei Fragestellungen rund um die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht und der Umsetzung von NAP und Lieferkettengesetz.

Die Bundesregierung wird die Berichterstattung und Beratung durch die Auslandsvertretungen, also Botschaften und Konsulate, substantiell verstärken, unter Einbindung der weiteren Säulen der Außenwirtschaftsförderung (Auslandshandelskammern, Germany Trade and Invest). Zu diesem Zweck wird auch die Beratungskompetenz im Themenfeld "Wirtschaft und Menschenrechte" in der Aus- und Fortbildung stärker fokussiert.

Die seit 2012 durch die Bundesregierung geförderte Informationsplattform Business and Human Rights Resource Centre beobachtet und bewertet die Menschenrechtspolitik/-arbeit von über 7000 Unternehmen in über 180 Ländern. Sie bietet Unternehmen einen Überblick zu menschenrechtlichen Herausforderungen nach Regionen, Themen und Risikogruppen. Es steht auch eine deutsche Sprachfassung bereit.

Zur englischen Website geht es hier und zur deutschen Website geht es hier.

Mit dem Helpdesk Wirtschaft und Menschenrechte hat die Bundesregierung eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen zum Thema "Wirtschaft und Menschenrechte" eingerichtet. Zentrale Aufgabe des Helpdesks ist die kostenfreie und vertrauliche Erstberatung (persönlich, telefonisch, per E-Mail) von Unternehmen zur Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltsprozesse. Die Beratungsleistungen umfassen zudem individuelle Schulungsmodule sowie die Verweisberatung zu weiterführenden Angeboten und Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten für Projekte im Bereich Nachhaltigkeit. Mit dem CSR Risiko-Check (als Einstieg in die Analyse potentieller menschenrechtlicher Risiken) und dem KMU Kompass (mit Anleitungen Praxishilfen für das Lieferkettenmanagement) stellt der Helpdesk zudem zwei deutschsprachige und kostenfreie Online-Tools zur Verfügung. Im Rahmen diverser Veranstaltungsformate wird darüber hinaus der Austausch zwischen Unternehmen sowie mit Ministerien und der Zivilgesellschaft gefördert. Der Helpdesk ist eingebettet in die Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE), die Unternehmen zu Förder- und Finanzierungsinstrumente der deutschen Entwicklungszusammenarbeit bei Aktivitäten in Entwicklungs- und Schwellenländern berät. Die AWE wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und personell durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) getragen.

Kontakt:
Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte der Bundesregierung
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin Telefon: +49 (0) 30 590 099 430
E-Mail: HelpdeskWiMR@wirtschaft-entwicklung.de
Website: https://wirtschaft-entwicklung.de/wirtschaft-menschenrechte
Twitter: @AgenturWirtEnt

Darüber hinaus fördert die Bundesregierung im Rahmen ihrer Unterstützung der Internationalen Arbeitsorganisation den ILO-Helpdesk for Business on International Labour Standards, der Unternehmen seit 2009 hilft, internationale Arbeits- und Sozialstandards richtig anzuwenden. Der Helpdesk bietet Informationen rund um das Thema menschenwürdige Arbeit, u.a. zu Tarifverhandlungen, Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf, Förderung von Beschäftigung und Arbeit, Zwangsarbeit, Versammlungsfreiheit, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, Löhne und Sozialleistungen, Arbeitszeit etc.

Die Industrie- und Handelskammern sind bereits sehr aktiv in der Vermittlung von Handlungsanleitungen an Unternehmen. Auslandshandelskammern (AHKs) können Unternehmen über die rechtliche und tatsächliche Lage im Ausland informieren. Die AHKs betreiben in einigen Ländern, in Kooperation mit der deutschen EZ, sog. "CSR-Kompetenzzentren", die über CSR-Maßnahmen beraten.

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Die Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung (KNB) ist eine vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) geschaffene Anlaufstelle für nachhaltige Beschaffung der öffentlichen Hand. Das Beratungsangebot der KNB gilt derzeit nur für Unternehmen, die als öffentliche Auftraggeber (z.B. Stadtwerke, gesetzliche Krankenkassen, Unfallkassen) fungieren. Das Angebot umfasst u. a. Praxisbeispiele, Leitfäden und Produktgruppenblätter mit Informationen zu Produktbereichen in konzentrierter Form.

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Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) informiert Unternehmen zur Umsetzung der sog. EU-Konfliktmineraleverordnung. Die Verordnung, die seit dem 1. Januar 2021 wirksam ist, legt die Sorgfaltspflichten von Unternehmen in den Lieferketten für bestimmte Minerale und Erze aus Konflikt- und Hochrisikogebieten fest. Die DEKSOR ist die in der BGR zuständige „Deutsche Kontrollstelle EU-Sorgfaltspflichten in Rohstofflieferketten“. Sie hält auf ihrer Webseite umfassende Informationen bereit.

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Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie und der Helpdesk Wirtschaft und Menschenrechte bieten gemeinsam branchenspezifische Beratung für die Ernährungsindustrie an und informieren zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht in Lieferketten. Zudem werden entsprechende Leitfäden entwickelt und Info-Veranstaltungen organisiert.

Zur den jeweiligen Websites geht es hier und hier.

Business Scouts for Development (BS4D) ist ein durch die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Industrie- und Handelskammern (IHK), die Auslandshandelskammer (AHK) und verschiedene Wirtschaftsverbände realisiertes Kooperationsnetzwerk, welches zu Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten der deutschen Entwicklungsarbeit berät. Ihr Ziel ist die Vernetzung und die Umsetzung von gemeinsamen Kooperationsprojekten, um den Zugang zu neuen Märkten zu ermöglichen und die nachhaltige Entwicklung in den Partnerländern zu stärken.

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Der CSR Risiko-Check bietet Unternehmen eine individuelle Risikoabschätzung ihrer internationalen Geschäftstätigkeiten im Bereich Menschenrechte sowie zu Umwelt-, Sozial- und Governancethemen. Er unterstützt damit unternehmenseigene Risikoassessments und skizziert Lösungsvorschläge, wie die Risiken minimiert werden können.

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Das Danish Institute for Human Rights ist eine unabhängige, staatlich finanzierte Einrichtung, die das Ziel verfolgt, Menschenrechte und die Gleichbehandlung im In- und Ausland zu fördern. Um dies zu ermöglichen, bietet das Institut verschiedene Online-Tools – u. a. das „Human rights impact assessment” – an, um die Entwicklung von stabilen und einheitlichen Risikomanagementsystemen zu unterstützen.

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Das Portal unterstützt Unternehmen dabei, die Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht anzugehen und ihre Managementansätze weiterzuentwickeln. Dafür bietet es Hilfestellungen zu Prozessschritten, Zugang zu Self-Assessment-Tools und Argumentationshilfen zur Relevanz der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht.

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Die Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) sind Anlaufstellen für Unternehmen, die vor der Expansion ins Ausland stehen oder bereits aktiv im Ausland vertreten sind. Sie vermitteln Kontakte, bieten Beratung und unterstützen beim Auf- und Ausbau der Geschäftsaktivitäten im Ausland. Die Auslandshandelskammern stehen an 140 Standorten in 92 Ländern zur Verfügung.

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Due Diligence Ready! ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die Unternehmen im Bereich der Rohstoffförderung bei der verantwortungsvollen Beschaffung von Mineralen und Metallen informiert. Hierfür existiert ein Online-Portal, welches mit Informationsmaterial und Schulungsunterlagen über behördliche Anforderungen oder europäische Verordnungen unterrichtet.

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econsense ist das Nachhaltigkeitsnetzwerk der deutschen Wirtschaft. Seine Mitglieder sind international tätige Unternehmen verschiedener Branchen aus allen Bereichen der deutschen Wirtschaft. econsense unterstützt seine Mitglieder dabei, Nachhaltigkeit in ihren Geschäftstätigkeiten, Strategien und entlang ihrer Lieferketten zu verankern. Dabei hat econsense alle relevanten Themen im Blick: vom Umweltschutz bis zu Menschenrechten – immer mit Fokus auf den Business Case Nachhaltigkeit. Im Austausch mit Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft bündelt econsense Ideen und entwickelt konkrete Lösungsvorschläge. Die Themen Wirtschaft und Menschenrechte sowie Nachhaltigkeit in der Lieferkette sind seit vielen Jahren Bestandteil des Themenportfolios von econsense. In den entsprechenden Arbeitsgruppen findet ein intensiver Austausch der Mitgliedsunternehmen zu menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht statt.

econsense stellt seine Publikationen kostenlos zum Download zur Verfügung, wie z.B. die Diskussionspapiere „Menschenrechte messbar machen. Eine umfassende Zusammenstellung quantitativer Menschenrechtsindikatoren für Unternehmen.“ (2020) oder „Wert(e) schaffen. Vier Hebel für nachhaltigere Wertschöpfungsnetzwerke“ (2019).

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Der Handelsverband Deutschland (HDE) stellt Unternehmen des Einzelhandels online regelmäßig Publikationen zu menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten zur Verfügung.

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In Zusammenarbeit mit der National Human Rights Institution (NHRI), dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und dem Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) stellen die Vereinten Nationen ein Human Rights Toolkit bereit, welches als praktischer Leitfaden bei der Einhaltung internationaler Menschenrechtsstandards dient.

Zur Website des Toolkit geht es hier.

Die Industrie- und Handelskammern bieten ein breit aufgestelltes Informationsangebot zu Themen rund um Nachhaltigkeit, Lieferketten und unternehmerische Sorgfalt.

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Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg bietet eine Veranstaltungsreihe "global verantwortlich Baden-Württemberg - gvBW" an, die vor allem mittelständische Unternehmen in der Region anspricht. Auf der Website finden sich Workshops, Möglichkeiten zum Peer-Learning und ein Online-Leitfaden, die dabei unterstützen sollen, ein nachhaltiges Wertschöpfungs- und Lieferkettenmanagement zu entwickeln und umzusetzen.

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Zusammen mit ihren 38 Mitgliedsstaaten setzt sich die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für soziale, ökonomische und ökologische Gerechtigkeit sowie für Chancengleichheit ein.

Als Sonderorganisation der UN bekämpft die Welternährungsorganisation (FAO) weltweit den Hunger und setzt sich für die Verbesserung der Lebensumstände von Menschen besonders im ländlichen Raum ein. Beide Institutionen bieten u. a. Leitfäden für verantwortungsvolle landwirtschaftliche Lieferketten ein.

Zu der Website der OECD geht es hier und zur Seite der FAO hier.

Die Initiative UN Global Compact setzt sich für nachhaltige, soziale und verantwortungsvolle Unternehmensführung ein. Die Website dient als Informationsportal zu relevanten menschenrechtlichen Risiken und bietet Online-Toolkits u. a. zu Einkaufspraktiken und existenzsichernden Löhnen in der Lieferkette. Darüber hinaus werden dort E-Learning-Kurse zum Thema Wirtschaft und Menschenrechte oder On-Demand-Online-Seminare angeboten sowie zahlreiche Publikationen veröffentlicht.

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Help­desk Wirt­schaft und Men­schen­rech­te der Bun­des­re­gie­rung

Der Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte in der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE) bietet Unternehmen eine individuelle Erst- und Verweisberatung zur Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltsprozesse und geht dabei auch auf besondere Herausforderungen in Entwicklungs- und Schwellenländern ein.

CSR und COVID-19

Corona stellt Unternehmen sowohl in ihrem täglichen Geschäft vor Ort als auch in ihren Lieferketten vor erhebliche Herausforderungen. Wie lässt sich in dieser Situation unternehmerische Verantwortung übernehmen?