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Porsche AG

Aktuelles

  • Porsche an einer Elektro-Ladestation

    Leistungsstärkster Schnellladepark in Europa am Porsche-Standort in Leipzig. Taycan 4S: Stromverbrauch kombiniert 27,0 - 26,2 kWh/100 km;CO2-Emissionen 0 g/km. Quelle: Porsche AG

  • Porsche Mitarbeiter posieren vor einem Porsche

    Marius Ruedt, Janet Ahlemann, Marcus Braue, Kai Berger, Daniela Rathe, Carolin Habich und Maximilian Steiner (v.l.) aus den Bereichen Beschaffungsstrategie sowie Politik und Außenbeziehungen. Quelle: Porsche AG

Porsche AG

Die Porsche AG mit Sitz in Stuttgart ist eines der größten deutschen Automobilunternehmen im Premiumsektor. Dies begreift das Unternehmen, das Teil des VW-Konzerns ist, als Verantwortung, und strebt an, im Bereich Nachhaltigkeit und bei seinem Lieferkettenmanagement neue Standards zu setzen. Ein Umdenken hin zu mehr Nachhaltigkeit ist für Porsche nicht nur notwendig, um sich verändernden Kundenwünschen anzupassen. Viel mehr wird dies auch als ein Aspekt der zukunftssichernden Unternehmensführung wahrgenommen.

Für Porsche ist Nachhaltigkeit nicht verhandelbar. In der Beschaffung ist Nachhaltigkeit ein genauso wichtiges Kriterium wie Kosten, Qualität und Logistik.

Uwe-Karsten Städter, Mitglied des Vorstandes, Beschaffung, Porsche AG

Um die eigenen Lieferketten dauerhaft nachhaltig zu gestalten, wurde im gemeinsamen Konzernverbund ein Instrument zur Bewertung entwickelt. Das dreistufige S-Rating wurde im Juli 2019 bei Porsche implementiert und wird verpflichtend bei allen Zulieferern des VW-Konzerns angewendet. Im ersten Schritt werden die Lieferketten hinsichtlich ihrer sozialen und ökologischen Standards geprüft. Im zweiten Schritt werden eventuelle Risiken gemeinsam besprochen und mögliche Lösungswege erarbeitet. Auf dieser Basis kann im letzten Schritt eine finale Bewertung des Lieferanten stattfinden. Das Ergebnis entscheidet darüber, wie die weitere Zusammenarbeit verläuft. Das Bewertungsmodell wird für die Beschaffungsprozesse bei allen Marken des VW-Konzerns verpflichtend durchgeführt. Darüber hinaus werden auch Workshops und Schulungen angeboten, in denen die Lieferanten qualifiziert werden, um ihr Ergebnis zu verbessern. So hat Porsche einen maßgeblichen Einfluss auf seine Lieferanten und fungiert als Multiplikator für eine nachhal-tige Geschäftspraxis.

Mehr Transparenz durch Blockchain-Technologien und Künstliche Intelligenz

Die umfassende Analyse der Lieferketten ist eine große Herausforderung für Porsche, da diese oft sehr kleinteilig und global vernetzt sind, wie etwa die Lieferkette der Batterien für E-Mobilität. Auch die Vielfalt der benötigten Teile und Materialien erhöht den Aufwand enorm. Bei Lederumfängen wurde erstmals ein Pilotprojekt mit der Blockchain-Technologie gestartet. Porsche verwendet diese, um eine ganzheitliche Transparenz in der Wertschöpfungskette zu schaffen. Bei dem Piloten mit Leder-Cockpitteilen geht es konkret um Herkunft und Verarbeitung des Naturproduktes, das der Sportwagenhersteller anschließend in seiner eigenen Sattlerei zu individuell konfigurierten Innenausstattungen weiterverarbeitet. Des Weiteren werden derzeit KI-Applikationen getestet, die besondere Risiken und Verstöße innerhalb der Lieferketten identifizieren sowie automatisch melden und somit als Frühwarnsystem dienen.

Kooperationen und Austausch mit Stakeholdern zur kontinuierlichen Weiterentwicklung

Der Automobilhersteller legt großen Wert auf einen kontinuierlichen Austausch mit seinen internen und externen Stakeholdern, um Nachhaltigkeitskonzepte zu erarbeiten und sich über bewährte Best-Practice-Ansätze auszutauschen. Hierfür wurde 2016 ein Nachhaltigkeitsbeirat geschaffen, der ausschließlich aus externen Expert*innen besteht. Der Beirat soll das Nachhaltigkeitsengagement von Porsche kritisch bewerten, wertvolle Impulse zur Weiterentwicklung bieten sowie den Vorstand entsprechend beraten. Durch den kontinuierlichen Austausch innerhalb verschiedener Initiativen möchte Porsche einen weiteren Beitrag leisten. Als Mitglied der Value Balancing Alliance e. V. möchte das Unternehmen einen standardisierten und praxistauglichen Ansatz entwickeln, der die Auswirkungen der Nachhaltigkeitsbemühungen auf die Natur und die Gesellschaft messen kann. Dies soll eine Abkehr der Bewertung von rein finanziellen Aspekten forcieren. Zudem ist Porsche Mitglied des Branchendialogs Automobilindustrie des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP), der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) koordiniert wird.

Die Inhalte der Texte wurden vom BMAS nicht auf ihre Richtigkeit überprüft. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben übernimmt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) daher keine Gewähr.

Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Branche: Automobilindustrie

Besonderer Fokus auf Kernelemente menschenrechtlicher Sorgfalt:

  • Verfahren, die dazu dienen, tatsächliche und potenziell nachteilige Auswirkungen auf die Menschenrechte zu ermitteln (NAP-Kernelement 2)
  • Maßnahmen, um potenzielle negative Auswirkungen zu verhindern und Überprüfung der Wirksamkeit dieser Maßnahmen (NAP-Kernelement 3)
  • Berichterstattung (NAP-Kernelement 4)

Praxisbeispiele

Verschiedene Beispiele aus der Praxis zeigen, wie Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen den Anforderungen der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht begegnen, welche Lösungsansätze sie entwickeln und wie sie diese in der betrieblichen Praxis umsetzen.